(1623-1956)
| ID | bns-4074 |
| Lizenz | Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY] |
| Zitation | Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bonn-Schwarzrheindorf, bns-4074: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bns-4074 |
| פ״נ | Hier ist begraben | ||||
| הרב הגאון המפורסם החכם | der Rabbiner, der weitbekannte überragende Gelehrte, der Weise | ||||
| והחסיד אהב שלום ורדף | und der Fromme, er liebte Frieden und erstrebte | ||||
| שלום אהב את הבריות | Frieden, liebte die Menschen | ||||
| וקרבן לתורה ה״ה אדמו״ה | 5 | und brachte sie der Tora nahe, es ist unser Herr, unser Lehrer und Meister, Herr | |||
| אהרן בן אדמו״ה אברהם | Aharon, Sohn unseres Herrn, unseres Lehrers und Meisters, Herrn Awraham | ||||
| אויערבאך זצ״ל אב״ד דק״ק | Auerbach, das Andenken des Gerechten sei zum Segen, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit in der heiligen Gemeinde | ||||
| בונא והגלילות בן צ״ו | Bonn und den Regionen, im Alter von 76 | ||||
| שנה נאסף אל עמו אור | Jahren ward er versammelt zu seinem Volke mit Beginn | ||||
| לעש״ק ו׳ כסלו תרמ״ו לפ״ק | 10 | des Vorabends des heiligen Schabbat, 6. Kislev 646 nach kleiner Zählung. | |||
| תנצב״ה | Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens | ||||
| Oberrabbiner | |||||
| Dr. Aron Auerbach | |||||
| gest. 2. Dez. 1886. | |||||
Datierung Gestorben Freitag, 02.12.1886
Zln 3-5: Av 1,12 - über Aron gesagt.
Zl 8: Verbessert aus 96 [Verwechslung von zade (90) und ajin (70), die nicht selten ist].
Zl 9: Num 20,24 - ebenfalls gesagt.
Zl 10: es muß richtig heißen 647.
Maße
92x57x14 cm
Steinform
Stele
oberer Abschluss
Rundbogen
Beschreibung
Rundbogige Stele, polierter dunkler Hartstein; durchweg verzierte Buchstaben in Anlehnung an die hier häufigen Formen.
Schrift
vertieft
Dr. Aron Auerbach (geb. Neuwied, 27. 2. 1810) war einer von sechs Söhnen des 1845 verstorbenen Bonner Oberrabbiners Abraham Auerbach (bns-4116). Von seinen Brüdern wurden drei ebenfalls Rabbiner. Der bekannteste unter ihnen war Zwi Benjamin in Darmstadt, Verfasser eines umstrittenen "Lehrbuch der israelitischen Religion" (1839), "Berith Abraham" (1860) u. a. m.
Seit 1835 war Aron Auerbach stellvertretender Oberrabbiner. 1839 wurde er als Nachfolger seines Vaters als "Konsistorial-Oberrabbiner" nach Bonn gewählt und amtierte unter scharfen Auseinandersetzungen bis 1877. Dieses Amt war 1808 unter Napoleon eingerichtet worden; in der Rheinprovinz bestanden drei Oberrabbinate mit. Sitz in Bonn, Krefeld und Trier.
Die Inschrift nimmt indirekt auf den Namen Aharon Bezug und hebt die von der Tradition herausgearbeitete besondere Friedensliebe des Bruders Mose' hervor - man meint aber auch, in der Bekräftigung hier ein spätes indirektes Echo der Auseinandersetzungen um seine Wahl und seine Amtsführung mit einem Teil der prominenten Gemeindemitglieder zu vernehmen. (Siehe die Quellen bei Cohn, AZJ und Kastner.)
Vater: R. Abraham Auerbach (bns-4116)
Mutter: Ester Rebekka Oppenheim (bns-4118)
Gattin: Chava Tochter von Mosche Halevi (bns-4073)
Sohn: Dr. Siegfried Auerbach (Jüdischer Friedhof Oerlinghausen, oer-0043)
Tochter: Gitle auch Julie (bns-4117)
Enkelin: Channa Tochter von Baruch Kassel (bns-4076)
Simons S. 28 (Abb. des Grabsteins) Kastner (s. Register) Kein Eintrag im MBB
Auerbach S. 93 AZJ 1839 Nr. 98 S. 593 ff., Nr. 102 S. 658 ff. und Nr. 104 S. 688 ff.
Cohn S. 9 ff.
Schulte S. 101, AAAB; S. 103, 6 (Auerbach), S. 560, 17
Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bonn-Schwarzrheindorf,
bns-4074
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bns-4074
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