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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 Inschriften (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-2057
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-2057: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-2057

Name


Breinlen bat Schlomo ⚭ Liwa zum Schuh (Breinlen Günzburg) [14.10.1612]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏בריינלןגוינצבורגאשת ליווא צום שוך‏‎ Breinlen Günzburg, Gattin des Liwa zum Schuh
‎‏פה‏‎ Hier
‎‏טמונה ׃ אשה‏‎ ist geborgen eine Frau,
‎‏חשובה והגונה ׃ מר׳‏‎ angesehen und würdig, Frau
‎‏בריינל{ן בת הח}בר‏‎ 5 Breinlen, Tochter des toragelehrten,
‎‏{ר׳ שלמ}ה שליט״א‏‎ Herrn Schlomo, er lebe viele gute Tage, Amen,
‎‏{נקברת ביום ג׳}‏‎ sie wurde begraben am Tag 3,
‎‏{י״ח תשרי שע״ג לפ״ק}‏‎ 18. Tischri 373 der kleinen Zählung.
‎‏{תנצב״ה א״ס}‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens, Amen Sela

Kommentar

Datierung Gestorben, Sonntag, 14.10.1612 (?)
Zl 1: Günzburg, etwa guinzburg geschrieben; Schuh, etwa schuch geschrieben.
Zl 6: Vgl. Spr 3,1; eine Formel, die hinter dem Namen noch Lebender hinzugefügt wird.
Abkürzung Tilde?; Satztrenner: halbhoch gesetzte Raute.

Stilmittel

Reim auf -nah in Zln 3/4.

Beschreibung

Maße 74 x 85 x 15 cm
Beschreibung Stele mit rundbogigem Abschluß, das eingetiefte Schriftfeld schließt ebenfalls rundbogig ab. Darin oben rechts, in einem vertieftem Rund, das Hauszeichen, erhaben.
Hauszeichen Schuh
Zustand Der Stein ist teilweise eingesunken, die beiden unteren sichtbaren Zeilen sind teilweise verwittert.

Zur Person

Brinlen war eine Tochter von Schlomo Ulm-Günzburg, dem siebenten Sohn des berühmten Schimon Günzburg. Das Todesjahr von Schlomo ist nicht bekannt. Er starb an einem 25. Elul nach 1612, denn aus Breinlens Inschrift geht hervor, daß er noch lebte, als sie starb. Auch das genaue Todesdatum von Breinlen ist nicht ganz klar. Für ‎‏שע״ג‏‎ (1612) in der Ho-Abschrift ist das Datum nicht stimmig. Lö schreibt (Günzburg ...) sie sei im Oktober 1612 gestorben. eine Information, die vermutlich aus Ho stammt (weil Lö in seine Jüdische Grabsteine auf seinen Günzburg hinweist. Dazu stellte er auch die Unstimmigkeit des Datums bei Ho fest), obwohl Ho den für die Daten sehr wichtige Zl 1 der Inschrift nicht abgeschrieben hatte. Wegen dieser Weglassung von Ho konnte ET Breinlen nicht zuordnen und vermutet gar, daß sie nicht verheiratet war. In eine Bemerkung von ET zum seinem Eintrag Liwa Schuh, dem Gatten Breinlens, schreibt er: "Li1619 (bezogen auf das Jahr 1619?) hat im Schuh die Eheleute Löb u. Bräunle", womit unsere Breinlen gemeint ist. 1621 heiratet Liwa Schuh Sorlen aus Eibelstadt. Vielleicht deuten diese Angaben daraufhin, daß Breinlen einige Jahre nach 1612 gestorben war.
Breinlen (HoSt 2404) liegt neben ihrer Schwester Zürle G. Jaakow Günzburg (Nr. ffb-2056, Ho 393, HoSt 2406, ET 21.II.1604) begraben.

Zur Familie

Vater: Schlomo Günzburg
Mutter: unbekannt
Gatte: Liwa zum Schuh S. Schlomo Grotwol (Nr. ffb-0423, Ho 607, ET 3.V.1632)
Kind(?): Josef (Nr. ffb-0404, Ho 1360, ET 25.XI.1695).

Quellen / Sekundärliteratur

Lö, Günzburg und die schwäbischen Gemeinden, in: Blätter ..., II. Jg., Nr. 4, S. 27
ET 14.X.1612(?)
Dietz, S. 270 (erwähnt den Gatten)
Lö, Jüdische Grabsteine, in: Blätter ..., II. Jg., Nr. 8, S. 60
Ho 456
HoNam S. 700: Breinle T. Salomon
HoEd: Zl 1 fehlt bei Ho. Zln 7/8 die Datumsangabe bei Ho ist nicht stimmig, eine überprüfung ist nicht möglich, weil der Stein eingesunken ist.
HoSt 2404

Fotografien

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Andreas Hemstege

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-2057
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ffb-2057
(letzte Änderungen - 2015-08-18 19:46)

 

Steinheim-Institut
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