Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

Im Blickpunkt

Kalonymos - neues Heft erschienen

Die neueste Ausgabe von Kalonymos bringt unter anderem „Das schönste Jugendheim Deutschlands“ – Erich Mendelsohns Haus der jüdischen Jugend in Essen 1932–1938 (Harald Lordick), Migration organisieren – Paul Nathan und der Hilfsverein der deutschen Juden (David Hamann) sowie zahlreiche Buchhinweise ... zum Heft

Arbeitskreis jüdische Wohlfahrt

Die Kooperation des Steinheim-Instituts mit dem Arbeitskreis jüdische Wohlfahrt nimmt Gestalt an -- die neue Homepage, begleitet von einer Mailingliste, widmet sich der Geschichte der jüdischen Wohfahrt. Und gemeinsam mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland planen wir die Konferenz „100 Jahre Zentralwohlfahrtsstelle“ am 19.–21. November 2017. Vorschläge für Tagungsbeiträge sind uns sehr willkommen ... Details

Ein "Aaron" im Erfurter Dom ?


"Wolfram" (ca. 1160) als einst ein "Torarollenhalter" (!) in der Synagoge ??
Warum nicht "Esra"? Warum nicht gar "Mosche" ?

Jüdischer Friedhof Essen

Der jüdische Friedhof im Segeroth (Essen)
Vortrag und Ausstellung
Donnerstag, 10. März 2016, 19.00 Uhr
Alte Synagoge Essen

Nathanja Hüttenmeister, Anna Martin und Martina Strehlen präsentieren neue Forschungen zur Essener Geschichte.

Die 750 erhaltenen Grabsteine des jüdischen Friedhofs bieten, trotz Schändungen und Kriegszerstörungen, ein facettenreiches Bild einer großstädtischen Gemeinde mit all ihren sozial und religiös bedingten Unterschieden. Kunsthistorisch Interessierte können die Entwicklung der Grabsteingestaltung in all ihren Stilen und Ausprägungen vom Ende des 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts verfolgen ... mehr (PDF)

Jüdische Heimat Posen

Dem Heimatbezug und der Selbstwahrnehmung der nach dem I. Weltkrieg emigrierten Posener Juden spürt das neue Projekt des Steinheim-Instituts nach. Mitarbeiterin Dr. Beata Mache wird, unterstützt von Karolina Filipowska (Universität Poznań), durch die intensive Analyse der „Posener Heimatblätter“ und weiterer relevanter Quellen, Erinnerungskultur und Heimatpflege der jüdischen ehemaligen Posener herausarbeiten -- als Beitrag zur Erforschung der deutsch-jüdisch-polnischen Beziehungen in den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches.

„Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“ ... mehr.

Deutsch-jüdische Publizistik

In der Edition Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft (Steinheim-Institut / DISS) sind soeben zwei weitere Bände erschienen:

Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Schriften zur jüdischen Sozialethik. Band 2. Herausgegeben von Michael Brocke und Jobst Paul. Böhlau 2015. ISBN 978-3-412-22279-6. EUR 39.90

"Aus jüdischer Sicht ist Gotteserkenntnis nicht denkbar ohne die ethische Selbstverpflichtung dem Mitmenschen gegenüber. Dabei geht es um mehr als um Gesinnung oder Mitleid, sondern um das tatsächliche Tun, aus Selbstachtung und Pflicht-Empfinden heraus: Die Liebe zum Nächsten soll Leidenschaft sein, den Mitmenschen vor Not und Unrecht zu bewahren, d.h. für Gerechtigkeit zu sorgen, Bedürftigen und Hilfesuchenden zur Seite zu stehen und sie mit Würde zu behandeln. Für die Empfangenden wiederum gilt, mit der ihnen zukommenden Mildtätigkeit verantwortlich umzugehen. 19 deutsch-jüdische Autoren thematisieren im vorliegenden Band die Lehre von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit als Kern des Judentums. Sie beklagen zugleich, wie das Christentum diese Lehre dem Judentum aberkannte, um sie für sich selbst zu reklamieren, und dazu ein Zerrbild des Judentums schuf, das als Grundlage für Judenfeindschaft und Antisemitismus dient. Die Autoren sind sich gleichwohl gewiss, dass all dies die Geltung der jüdischen Religion nicht treffen kann."

Ludwig Philippson: Ausgewählte Werke: Die Entwickelung der religiösen Idee im Judenthume, Christenthume und Islam. Die Religion der Gesellschaft. Zwei Vorlesungsreihen. Herausgegeben von Andreas Brämer. Böhlau 2015. ISBN 978-3-412-22444-8. EUR 59.90.

"Der Rabbiner und Publizist Ludwig Philippson (1811–1889) hat sich als einer der Wortführer des religiös-progressiven Judentums und des politisch liberalen jüdischen Bürgertums einen Namen gemacht. Sowohl mit rhetorischen und schriftstellerischen Talenten gesegnet als auch mit organisatorischem Geschick engagierte er sich für die politische Gleichstellung und gesellschaftliche Integration der Juden in ihrer deutschen Umwelt. Wann immer sich Gelegenheit bot, ergriff er zudem das Wort, um das Judentum als moderne bürgerliche Konfession zu beschreiben. Seine theologische Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben lenkte Philippsons Aufmerksamkeit daher aber auch immer wieder auf die christliche Religionsgeschichte sowie auf die jüdisch-christliche Beziehungsgeschichte, die er zum Thema zahlreicher Schriften machte."

Details auf der Seite des DISS

Jüdische Geschichte (mobil) recherchieren

Mit aktualisierten und erweiterten Inhalten präsentieren sich drei bestens für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets geeignete Webangebote des Steinheim-Instituts: Die mobile Web-App Orte jüdischer Geschichte zeigt, passend zum momentanen Standort des Betrachters entsprechende Orte in der Umgebung an. Die Online-Datenbank Bibliografie Deutsch-Jüdische Geschichte Nordrhein-Westfalen bietet ca. 7.000 Literaturhinweise zum Thema. Und die Judaica-Suchmaschine erschließt mit ihren mittlerweile mehr als 500.000 Datensätzen eine Vielzahl von Quellen.

Unsere neu eingerichtete „mobile“ Seite bietet zudem einen kurzen Weg zu diesen "Apps" (die selbstverständlich auch in jedem Browser auf dem PC) funktionieren. Mehr dazu in Kalonymos Nr. 3, 2014.


Digital Humanities im Steinheim-Institut

Digitale Editionen wie Epidat, die Universalkirchenzeitung und die deutsch-jüdische Publizistik, Online-Datenbanken wie die Bibliografie Deutsch-Jüdische Geschichte Nordrhein-Westfalen, eine Judaica-Suchmaschine, die Mitarbeit in Projekten wie DARIAH und Textgrid - das Steinheim-Institut hat seit Jahren viel zu bieten auf dem Feld der digitalen Geisteswissenschaften ... mehr


Welterbe

Auf der Vorschlagsliste "Welterbe" stehen nun der jüdische Friedhof Altona in Hamburg, die SCHUM-Städte Speyer, Worms und Mainz sowie die Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt. Zur wissenschaftlichen Erforschung dieser jüdischen Kulturstätten trägt das Steinheim-Institut in hohem Maße bei, insbesondere mit seinen epigraphischen Editionen.
(Foto: Bert Sommer)

Steinheim-Institut: Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft

Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft, gebildet von 13 außeruniversitären Instituten unter der Ägide des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes „mit der größten Forschungsdichte in Europa“, konstituierte sich am 2. April 2014. Gründungsversammlung und Festakt fanden in der Düsseldorfer Villa Horion statt, einst Sitz des Ministerpräsidenten, in dessen Namen und Geist sich die „Johannes Rau-Forschungsgemeinschaft“ nun gegründet hat – eine willkommene Initiative von „Fortschritt NRW“ zur weiteren Kräftigung des Wissenschaftsprofils und der Wahrung eines breiten Spektrums von dauerhaft ausgezeichneten, besonders leistungsstarken „An-Instituten“ einiger Universitäten, wobei vier Institute allein der Universität Duisburg-Essen die große Bandbreite bestens repräsentieren: zwei High-Tech-Einrichtungen neben zwei sozial- und kulturwissenschaftlichen Instituten: die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und wir, das Sal. L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte. Wie Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betonte, hat Fortschritt keineswegs nur ein technologisches Profil, vielmehr steht der ganze Mensch, soll der Mensch als Maß allen Fortschritts im Zentrum der Arbeit stehen. Hohe Qualitätsstandards, herausragende Forschung – das verlangt auch regelmäßige Evaluation. Wir sehen uns als Mitglied der Johannes Rau-Forschungsgemeinschaft bestätigt und gestärkt. Wir freuen uns auf intensivierte Zusammenarbeit mit Partner-Instituten und dem uns fördernden Ministerium des Landes NRW.

Zur Mitteilung des Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung

Steinheim-Institut im Rabbinerhaus

Seit Mai 2011 hat das S. L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen seinen Sitz in Essen im Rabbinerhaus der Alten Synagoge / Haus jüdischer Kultur.

Neue Adresse Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
Edmund-Körner-Platz 2 / Steeler Straße 29
45127 Essen

Neue Telefonnummer +49(0)201-20164434

Fax +49(0)201-82162916

E-Mail steinheim@steinheim-institut.org

Alle E-Mail-Adressen bleiben unverändert.

Online

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Mehr als 30.000 Inschriften bietet die Datenbank zu jüdischen Friedhöfen epidat

Biographisches Handbuch der Rabbiner online ... mehr

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Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland - Einführung für Lehrer und Schüler

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