Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

Im Blickpunkt

Aktionstag politische Bildung, 14. Mai 2013, 14–17:30 Uhr


Bibel – Bibliotheken – Bibliophilie Unser diesjähriges Seminar zu den Aktionstagen Politische Bildung knüpft thematisch an das erfolgreiche Ausstellungsprojekt „Buch im Judentum – Judentum im Buch“ vom Herbst 2011 an. Wir beginnen mit einem Vortrag über die Bibel im Judentum, der u.a. auf die Besonderheiten der Hebräischen Bibel im Vergleich zum christlichen sog. Alten Testament eingehen wird. Konkrete Beispiele machen Entstehung, Inhalte, Übersetzungen und Auslegungsmethoden nachvollziehbar. Ergänzend dazu wollen wir einen Blick auf die „mündliche Tora“, d.h. die rabbinische Tradition werfen.

Bücher zu verleihen, ist im Judentum nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe, sondern sogar eine religiöse Pflicht. Dank ihrer Erfüllung konnte allgemeine Bildung unter den Juden gefördert werden, die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts den Weg der Emanzipation gingen. Die im 19. Jahrhundert zahlreich entstandenen Buchsammlungen hatten auch ihren Stellenwert bei der „Wiederentdeckung“ des Judentums im Zeichen einer „jüdischen Renaissance“ und standen den Juden noch bis in die 1930er Jahre zur Seite. Diesen Sammlungen und ihrem Schicksal in der NS-Zeit gehen wir im zweiten Teil der Tagung nach.

Juden waren spätestens seit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert in zahlreichen bibliophilen Gesellschaften Mitglied, engagierten sich für die Pflege der Tradition des schönen (und guten) Buches. 1924 gründete sich ein eigener jüdischer Bibliophilen-Verein, die Soncino-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches, die mit ihren exquisiten Drucken beredtes Zeugnis gibt von der Freude an geschmackvoller Gestaltung und gepflegtem Buchwesen, abrupt beendet durch den NS-Terror.

Zum Ausklang haben Sie die Gelegenheit, sich bemerkenswerte Exponate anzuschauen.

Dienstag, 14. Mai 2013, 14–17:30 Uhr in den Räumen des Steinheim-Instituts Essen. Mit Annette Sommer, Schriftliche Tora. Bibel im Judentum, Michael Brocke, Mündliche Tora. Rabbinische Tradition, Beata Mache: Wohlfahrt, Bildung und Vergnügen – Buchverleih als gesellschaftliche Aufgabe und Harald Lordick, Bibliophilie im Judentum.



Steinheim-Institut im Rabbinerhaus

Bitte aktualisieren Sie Ihre gespeicherten Kontaktdaten! Seit Mai 2011 hat das S. L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen seinen Sitz in Essen im Rabbinerhaus der Alten Synagoge / Haus jüdischer Kultur.

Neue Adresse Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
Edmund-Körner-Platz 2 / Steeler Straße 29
45127 Essen

Neue Telefonnummer +49(0)201-20164434

E-Mail steinheim@steinheim-institut.org

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3. bis 6. April 2011: Tagung Jüdische Friedhöfe und Bestattungskultur in Europa in Berlin ... mehr


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Juli 2010: Die Sittenlehre des Judenthums von Elias Grünebaum erschienen ... mehr

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Hintergrund

Das Salomon Ludwig Steinheim-Institut erforscht die Kultur-, Religions-, Literatur- und Ereignisgeschichte der Juden im deutschen Sprachraum, wie sie sich über ein Jahrtausend in Eigenständigkeit und stetigem Bezug und Wechselspiel mit den christlichen und säkularen Mehrheiten vollzieht. Vorrangig ein Forschungsinstitut, ist es auch aufgerufen, in die Gegenwart zu vermitteln und zu intervenieren.

Das Steinheim-Institut ist vom Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen als vom Wissenschaftsrat evaluierte Einrichtung an der Universität Duisburg-Essen anerkannt und gefördert. mehr ...












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