Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

[Inhalt]

Lehrveranstaltungen an der Universität Duisburg-Essen

Deutsch-jüdische Geschichte und Kultur im europäischen Kontext

Dozenten: Michael Brocke (Leitung), Margret Heitmann (bis 2014), Nathanja Hüttenmeister, Katrin Nele Jansen (bis 2011), Thomas Kollatz, Harald Lordick, Beata Mache, Wolfgang Treue (bis 2010), Ursula Reuter (seit 2014).

Seit der Antike leben Juden in den Gebieten des heutigen Deutschland. Ihre wechselvolle Geschichte und Kultur wird das Proseminar in einem bis in die Gegenwart reichenden Überblick darstellen. Eingebunden in das Beziehungsgefüge der europäischen Diaspora, soll das deutsch-jüdische Leben in seiner historischen Besonderheit charakterisiert werden. Im Blickfeld stehen insbesondere seine vielschichtige Teilhabe an der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft sowie seine Ausgrenzung und Verfolgung. Das Seminar umfaßt 14 Sitzungen, die von Mitarbeitern des Steinheim-Instituts im Wechsel gestaltet werden.

Themen: Religiöse und nationale Grundlagen der jüdischen Identität. Siedlungsgeschichte, Rechtsstatus und Verfolgungen im Mittelalter. Migrationen und Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit. Quellenkunde, Religions- und Literaturgeschichte, kunstgeschichtliche und literarische Zeugnisse. Jüdische Aufklärung, Emanzipation und Verbürgerlichung, moderne religiöse Strömungen. Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Emigration. Jüdische Gemeinden nach 1945.



Grundlagen der französischen Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Ende des Ancien Régime

Vorlesung Sommersemester 2010

Dozent: Wolfgang Treue

Die Vorlesung soll einen Überblick über zentrale Themen und Grundfragen der französischen Geschichte im europäischen Kontext vermitteln. Sie ist gleichermaßen geeignet für Studierende des Grund- und Hauptstudiums. Ungeachtet des Vorlesungscharakters soll nach Möglichkeit auch Raum für Fragen und Diskussionen vorhanden sein.

So sind wir nach den Kriegen

Proseminar Sommersemester 2010

Dozentin: Beata Mache

Viele der in letzten Jahren erschienenen Familienromane versuchen das notorische Schweigen der Elterngeneration zu überwinden, damit die Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählbar wird, Formen des Erinnerns reflektiert werden, das kulturelle Gedächtnis über diese Zeit gefestigt. In dieser Veranstaltung sollen (in Ausschnitten) zwei Romane von deutschen und zwei von jüdischen Autoren/Autorinnen gelesen werden. Fokussiert werden sowohl Unterschiede - aber auch Gemeinsamkeiten - im Umgang mit Familiengeschichte bei den Kindern der Täter und deren der Opfer, als auch Fragen nach möglichen literarischen Darstellungsformen der NS-Zeit.

Redaktionelle Kompetenz im Cross Media Publishing

Proseminar Sommersemester 2010

Dozent: Harald Lordick

Dauernd gebraucht und nirgends zu Lernen? Redaktionelle Kompetenz im (wissenschaftlichen) Cross Media Publishing. Orientiert an der Praxis, etwa der Redaktion des Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte, erwerben wir uns einführende Kenntnisse der modernen Redaktionsarbeit wie: Bildverarbeitung für Online und Print, gemeinsames Arbeiten in Content-Management-Systemen, sach- und mediengerechte Layouts, Satzregeln, Typografie. Am Beispiel von Zeitschriften, wissenschaftlichen Buchreihen, online-Publikationen, Webdatenbanken und Bildarchiven thematisiert das Seminar die Herausforderungen, vor die die verschiedenen Medien den Redakteur stellen. Inspirieren lassen wir uns von gelungenen Büchern und ansprechenden Webseiten, die zugleich ihren Inhalt angemessen vermitteln. Auch in der täglichen Studienpraxis wird solches Wissen schon hilfreich sein.

Italien und Flandern - Renaissance und Humanismus im Spiegel der Kunstproduktion

Proseminar Wintersemester 2009/10

Dozent: Wolfgang Treue

Ausgehend von der Achse Italien - Flandern sollen die kommunikativen Prozesse, die die Entstehung der internationalen Kunst- und Kultur-„Sprache" der Renaissance ermöglichten und begleiteten, untersucht werden. Da es sich um ein Thema mit einem kunsthistorischem Schwerpunkt handelt, dessen Behandlung nicht allein aus den Beständen der UB Duisburg-Essen möglich sein wird, wird u.a. eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft bei Literaturrecherche und -beschaffung in und aus auswärtigen Bibliotheken vorausgesetzt.

Seminarbeschreibung im Vorlesungsverzeichnis der UDE

Robert Schindel: Gebürtig. Roman.

Proseminar Wintersemester 2009/10

Dozentin: Beata Mache

Er mache 'Literatur als Jude', aber nicht 'jüdische Literatur', hieß es in einer Selbstbeschreibung des Autors Robert Schindel, der vor allem als Lyriker bekannt ist. Dennoch war es der Roman "Gebürtig", mit dem Schindel einen der wichtigsten Beiträge zur deutsch-jüdischen Literatur der letzten zwanzig Jahre lieferte und mit dem er selbst zu einer wichtigen jüdischen Stimme im jüdisch-christlichen Dialog wurde.Der Roman lässt in Aufbau und Sprache durchaus den Lyriker erkennen, und eignet sich schon durch seine formale Komplexität besonders gut zur Erarbeitung der grundlegenden Elemente der Textanalyse. Vor allem aber spiegelt der Roman die Bedingungen der deutsch-jüdischen Literatur der Gegenwart zwischen der Darstellung des Holocaust und der literarischen Verarbeitung aktueller politischer Ereignisse.

Identitätsfrage in der deutsch-jüdischen Gegenwartsprosa

Proseminar Sommersemester 2009

Dozentin: Beata Mache

Zu den erfreulichen literarischen Phänomenen der letzten Jahre gehört bestimmt die breite Präsenz der deutschsprachigen jüdischen Autoren der „zweiten Generation“. Trotz vieler Unterschiede ist die Beschäftigung mit der Frage nach der eigenen Identität - als Deutsche und Juden - eines der zentralen Themen ihres Schreibens. Anhand literarischer und publizistischer Texte von L. Gorelik, B. Honigmann, I. Dische, R. Schindel und M. Biller soll das Spektrum der möglichen Antworten erarbeitet werden. Begleitend werden auch theoretische Texte gelesen.

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