Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

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Veranstaltungen

Veranstaltungen 2016

Steinheim-Institut bei der Wissensnacht Ruhr

Wie erforscht man jüdische Geschichte im digitalen Zeitalter? Mit einem interaktiven Infostand und multimedialen Präsentationen zeigen wir die digitalen Möglichkeiten, mit denen sich deutsch-jüdische Geschichte heute entdecken und erforschen lässt. Wir präsentieren eine Lehr- und Lernplattform zu jüdischen Friedhöfen, Fotos- und Inschriftendatenbanken sowie eine mobile Web-App, die zu »Orten jüdischer Geschichte« führt. Ausprobieren und Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! (Freitag, 30. September 2016 | 16:00 – 22:00 Uhr, Haus der Technik, Essen) ... mehr


Veranstaltungen 2015

Digital Humanities und deutsch-jüdische Geschichte

Ausstellung in der Universitätsbibliothek am Campus Essen, Fachbibliothek GW/GSW, 09.November - 15. Dezember 2015

Digitale Editionen wie die Datenbank hebräischer Inschriften "epidat" und die Neuausgabe der "Universal-Kirchenzeitung" im Zusammenhang deutsch-jüdischer Publizistik, Online-Datenbanken wie die "Bibliografie Deutsch-Jüdische Geschichte Nordrhein-Westfalen" - das Steinheim-Institut hat seit Jahren auf dem Feld der digitalen Geisteswissenschaften viel zu bieten.

Wie lassen sich Daten zusammenführen, wie lassen sie sich vernetzen, in einen gemeinsamen, ebenso dynamischen wie stabilen Zusammenhang bringen? Was bringt das für die Forschung? Und wie erreichen wir den nachhaltigen Bestand der scheinbar eher flüchtigen digitalen Formen?

Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Aspekte und Blickwinkel, aus denen Digital Humanities im Steinheim-Institut längst eine selbstverständliche Rolle spielen. Sie spiegelt sowohl eigene Institutsinitiativen wider, als auch BMBF- und DFG-geförderte Drittmittelprojekte, Kooperationen und Kooperationsprojekte wie DARIAH-DE.

Jüdische Orte lassen sich mittels einer App erkunden, "Relationen im Raum" erschließen Geschichte in ganz neuer Art und Weise - gerade "Georeferenzierung" bietet innovatives Potenzial. Die Lehr- und Lernplattform "Spurensuche" macht Wissenschaft anschaulich.

Einige Poster der Ausstellung sind im Rahmen solcher Projekte und Arbeitszusammenhänge entstanden, leisten Hilfe bei Vorträgen und Präsentationen, waren akzeptierte Beiträge wissenschaftlicher Konferenzen. mehr


Ansprechpartnerin: Beata Mache

Jüdische Wohlfahrt und jüdische Jugendbewegung

Der Arbeitskreis Geschichte der Jüdischen Wohlfahrt in Deutschland trifft sich im Steinheim-Institut. Im Zentrum der diesjährigen Tagung steht die jüdische Jugendbewegung im Kontext der Wohlfahrtspflege. Wir sind gespannt auf Vorträge und Diskussionsbeiträge, die sich u.a. den Themen Hachschara, zionistische Jugendbewegung, Aktivitäten in den DP-Lagern und Gender-Perspektiven widmen werden. Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung NRW sowie mit Förderung der Bank für Sozialwirtschaft statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen (formlose Anmeldung: lor (at) steinheim-institut.org). Details zum Programm als PDF und als mobile Webseite zur Veranstaltung.

6. und 7. November 2015
Steinheim-Institut
Edmund-Körner-Platz 2
45127 Essen

Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Unter dem Motto "Brücken" findet am Sonntag, 6. September 2015 der Europäische Tag der jüdischen Kultur statt. Die Alte Synagoge Essen und das Steinheim-Institut beteiligen sich mit einem gemeinsamen Programm an diesem Aktionstag, geben Einblick in die Forschungsarbeit, Ausstellung und Sammlungen ... mehr

Steinheim-Kolloquium 2015

Übersetzte Erinnerungen / Translated Memories Transgenerationelle Perspektiven in Texten zum Holocaust / Transgenerational Perspectives in Literature on the Holocaust

Das Steinheim-Kolloquium 2015 widmet sich 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einem hoch aktuellen Thema: Wie konstituiert und transformiert sich die Erinnerung an den Holocaust in transgenerationeller und transnationaler Perspektive? Drei englischsprachige AutorInnen und vier LiteraturwissenschaftlerInnen aus Deutschland, Großbritannien und den USA werden anhand eigener und fremder Texte über dieses Thema sprechen.

Das Kolloquium findet in englischer Sprache statt.

Programm (PDF).

Dienstag, 14. Juli 2015, 9.30 Uhr – 19.00 Uhr
Steinheim-Institut
45127 Essen
Edmund-Körner-Platz 2 (ehemaliges Rabbinerhaus)

Rückfragen und Anmeldung: steinheim@steinheim-institut.org , 0201-201 64434

In Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal, FB A, Anglistik/Amerikanistik

Gefördert von der Alfred- und Cläre-Pott-Stiftung, Essen

Politisches Engagement deutscher Juden im 19. und 20 Jahrhundert (1870-1933)

Unser diesjähriges Seminar beschäftigte sich mit dem politischen Engagement deutscher Juden. Ob parlamentarisch oder außerparlamentarisch, international oder lokal setzten sie sich für soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichberechtigung ein. So wahrten sie aber nicht nur die Interessen der jüdischen Deutschen, sondern leisteten ihren Beitrag zur Entwicklung und Demokratisierung der Gesellschaft, sobald - und solange - sie die bürgerlichen Rechte innehatten.

Die Vorträge sind, stark gekürzt und in Auszügen, in Kalonymos 1.2015 zu lesen:

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt.

Durchführung: Ursula Reuter, Annette Sommer, Harald Lordick, Beata Mache
Organisation: Beata Mache


Abschlusstagung_RiR

Die Veranstaltung muss aufgrund terminlicher Probleme leider ausfallen … Weitere Infos folgen

DARIAH Programmiersprint

Am 2. und 3. Februar findet der DARIAH interne Programmiersprint zur Integration eines Annotationsdienstes in die DARIAH Infrastruktur statt. Teilnehmen werden Kollegen und Kolleginnen des Steinheim-Instituts, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Historisch - Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung (HKI-Köln), der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und von DAASI International (Tübingen)

Workshop RiR–IBR

Am 28. und 29. Januar veranstalten die BMBF geförderten eHumanities Projekte Relationen im Raum und Inschriften im Bezugssystem des Raumes einen gemeinsamen Workshop im Steinheim-Institut. U.a. am Beispiel des sogenannten Mainzer Denkmalfriedhofes werden die in den Verbundprojekten entwickelten methodischen und praktischen Zugänge präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Veranstaltungen 2014

5. TextGrid Nutzertreffen: Norm- und Metadaten

Am 25. und 26. November 2014 wird am Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen das fünfte TextGrid-Nutzertreffen stattfinden. Der Themenschwerpunkt „Norm- und Metadaten“ verbindet dabei Erfahrungsberichte aus Projekten, die TextGrid nutzen, mit Workshops zur fortgeschrittenen Nutzung von TextGrid Laboratory und Repository im Bereich kontrollierter Vokabulare. Eine einführende Schulung zu Beginn erleichtert Neulingen den Einstieg in die Arbeit mit der virtuellen Forschungsumgebung.

Informationen zu Programm und Anmeldung hier

Jüdische Identität im Spiegel moderner Kunst

Am Mittwoch, den 2.7.2014 sprach Naomi Feuchtwanger-Sarig (Jerusalem) im Steinheim-Institut über das Thema Jüdische Identität im Spiegel der modernen Kunst.

Dr. Naomi Feuchtwanger-Sarig lehrt, forscht und publiziert zur jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte. Seit 2007 ist sie Koordinatorin des "Jewish Art and Visual Culture Research Project" am Goldstein-Goren Diaspora Research Center der Tel Aviv University. Zur Zeit ist sie Gastwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt.

Mittwoch, 2.7.2014, 16 Uhr im Steinheim-Institut (Seminarraum, 1. OG)

Bildnachweis und Lizenz: "Lessing und Lavater zu Gast bei Moses Mendelssohn. Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim 1856", Judah L. Magnes Museum. Wikimedia Commons (CC BY-NC-SA 3.0)

Jüdische Schulen 1778-1942

Jüdische Schulen waren das Thema des diesjährigen, zum fünften Mal stattfindenden Seminars zu den Aktionstagen Politische Bildung. Die Entwicklung von Schulen und die zwischen unterschiedlichen religiösen Parteien leidenschaftlich geführten Diskussionen über deren gesellschaftliche Funktion, über Schulinstitutionen und Schulstandorte veranschaulichen die politische und kulturelle Rolle der Bildung auf dem Weg zur Emanzipation und Inklusion einer Minderheit.

Die Veranstaltung begann mit einer Einführung von Prof. Michael Brocke zur Bedeutung der Bildung für das Judentum. Die Mitarbeiter des Steinheim-Instituts stellten in Kurzvorträgen verschiedene Facetten des Themas vor. Die ersten Freischulen, also der Beginn des allgemeinen jüdischen Schulwesens (Harald Lordick), Erziehungsprogramme jüdisch-orthodoxer Schulen im 19. Jh. (Thomas Kollatz), das Philanthropin zu Frankfurt am Main als Zentrum des Reformjudentums (Beata Mache) und das orthodoxe Reform-Realgymnasium Jawne in Köln zwischen Weimarer Republik und NS-Zeit (Ursula Reuter).

Ganz besonders freuten wir uns über den Gastvortrag der Bildungshistorikerin Prof. Gisela Miller-Kipp (Heinrich Heine-Universität Düsseldorf) zu Integration und Separierung. Die jüdischen Volksschulen vom Aufstieg im 19. Jahrhundert bis zu ihrem Ende 1942. Gisela Miller-Kipp veröffentlichte 2010 eine grundlegende Monographie zum jüdischen Schulwesen im Rheinland: Zwischen Kaiserbild und Palästinakarte. Die Jüdische Volksschule im Regierungsbezirk Düsseldorf (1815–1945). Archive, Dokumente und Geschichte.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt: Veranstaltungskalender

Durchführung: Michael Brocke, Gisela Miller-Kipp, Thomas Kollatz, Harald Lordick, Beata Mache, Ursula Reuter
Organisation: Beata Mache

Über die Veranstaltung berichten wir in Kalonymos 2.2014

Veranstaltungen 2013

Deutsche Autoren in jiddischer Übersetzung

Deutsche Autoren in jiddischer Übersetzung sind Thema des Symposiums, das am 28. November 2013 von 10:00 bis 17:00 Uhr im Zentrum der jüdischen Gemeinde Duisburg stattfindet. Die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Republik Litauen steht, wird gemeinsam vom Steinheim-Institut, der Stadt Duisburg und der Jüdischen Gemeinde Duisburg–Mülheim–Oberhausen in Verbindung mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam durchgeführt. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Wenig bekannt ist, dass in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Wilna, der Hauptstadt Litauens, zahlreiche deutsche Autoren ins Jiddische übersetzt wurden. Mehrere Vorträge umkreisen das Thema: Nach einem Überblick über die Bedeutung des jiddischen Buchs für das aschkenasische Judentum (Prof. Michael Brocke, StI), werden jiddische Kulturschätze aus Wilna (Prof. Stefan Schreiner, Tübingen) und das Wirken des bedeutenden jiddischen Dichters und Schriftstellers Itzik Manger aus Wilna vorgestellt (Dr. Efrat Gal-Ed, Düsseldorf). Der Straßburger Schauspieler Rafael Goldwasser liest aus diesen jiddischen Übersetzungen. Das Duo Wajlu umrahmt die Veranstaltung mit jiddischen Liedern aus Litauen. Die zu diesem Anlass zusammengestellt Buchausstellung präsentiert jiddische Übersetzungen der Werke von 20 Autoren, darunter Friedrich Engels, Sigmund Freud, die Gebrüder Grimm, Salomon Maimon, Thomas Mann, Karl Marx, Max Nordau, Erich Maria Remarque. Die Wilnaer Originalausgaben werden für einen Monat im Gemeindehaus zu sehen sein. Einlass bei bestätigter Anmeldung unter steinheim@steinheim-institut.org ... Programm (PDF)

Steinheim-Kolloquium, 14. November 2013

Anlässlich des 100jährigen Bestehens des Rabbinerhauses der „Alten“ Synagoge Essen veranstaltete das Steinheim-Institut am 14. November 2013 ein Kolloquium, das sich dem Rabbinat in den letzten einhundert Jahren, besonders der jüdischen Gemeinde Essen und ihrer Nachbargemeinden, widmete ... mehr (PDF)

Buch im Judentum | Judentum im Buch. Bibel – Bibliotheken – Bibliophilie

Unser diesjähriges Seminar eröffneten wir mit einem Vortrag, der die Besonderheiten der Hebräischen Bibel im Vergleich zum christlichen Alten Testament – wie wir sie heute sehen – darstellt, über Entstehung, Inhalte, Übersetzungen und Auslegungsmethoden informiert und dies auch an einem konkreten Beispiel zeigt. Diesem Blick auf die „schriftliche Tora“ schloss sich ein Referat zur „mündlichen Tora“, der rabbinischen Tradition, an. Weitere Vorträge widmeten sich der Vielfalt und der gesellschaftlichen Bedeutung der jüdischen Bibliotheken, der Bibliophilie, den Büchern als Objekten der Gestaltungs- und Sammelleidenschaft, und nicht zuletzt dem gewaltsamen Abbruch dieser Traditionen in der NS-Zeit. Programm (PDF)

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt: Veranstaltungskalender

Durchführung: Michael Brocke, Annette Sommer, Harald Lordick, Beata Mache
Organisation: Beata Mache

Veranstaltungen 2012

Jüdische Geschichtsforschung vor Ort stärker vernetzen

Die Alte Synagoge Essen / Haus jüdischer Kultur und das Steinheim-Institut bereiten ein Treffen privater Forscher und „Einzelkämpfer“ der Lokal- und Regionalgeschichte der Juden in Nordrhein-Westfalen vor. Interessierte aus diesem Kreis sind herzlich eingeladen, am Sonntag, den 18. November um 13.00 das Ensemble von Alter Synagoge und Rabbinerhaus zu besuchen, und mit uns die Möglichkeit des Austauschs über die vielfältigen Projekte vor Ort wahrzunehmen und Formen der Zusammenarbeit auszuloten. Zu welch fruchtbaren Ergebnissen eine solche Initiative führen kann, zeigt Alemannia Judaica seit mehr als zwanzig Jahren. Im Rahmen des Treffens werden beide Institute mit Führungen sich vorstellen, die Dauerausstellung der Synagoge und das Innenleben eine Forschungsinstituts mit Bibliothek, Archiv und digitaler Infrastruktur präsentieren. Insbesondere aber freuen wir uns auf die Berichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihren lokalen und regionalen Forschungen. Formlose Anmeldung erwünscht: h.lordick[at]steinheim-institut.org

ITUG 2012

Die Jahrestagung 2012 der International TUSTEP User Group wird von

Mo 8. - Mi 10. Oktober

im Steinheim-Institut stattfinden.

Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm finden sie hier.

Memoria. Jüdische Friedhöfe als Spiegel der Gesellschaft

Jüdische Friedhöfe, die auch heute noch geschändet werden, sind oft die einzigen sichtbaren Zeugnisse ehemaliger jüdischen Gemeinden. Sie bezeugen die Geschichte des deutschen Judentums, spiegeln innerjüdische soziokulturelle Entwicklungen wie auch mannigfache Bezüge zur nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft und umgekehrt.
Eine Exkursion zum Essener jüdischen Friedhof beschloss die Tagung. Programm (PDF)

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt: Veranstaltungskalender

Durchführung: Michael Brocke, Nathanja Hüttenmeister, Thomas Kollatz, Annette Sommer
Organisation: Beata Mache

Veranstaltungen 2011

Buchvorstellung

Vom Schtetl in den Hörsaal wird präsentiert von der Autorin Luise Hirsch sowie Monika Richarz und Michael Brocke.
15. November 2011, 11.00 Uhr im Centrum Judaicum, Berlin.
mehr zum Buch ...

Buchausstellung: Buch im Judentum | Judentum im Buch

„Büchern bin ich zugeschworen, Bücher bilden meine Welt. Bin an Bücher ganz verloren, bin von Büchern rings umstellt...“ Dieser Lobgesang von Karl Wolfskehl hat uns inspiriert zu unserer neuen Ausstellung Buch im Judentum – Judentum im Buch an der Universität Duisburg-Essen.

Vom 19. August bis zum 16. September waren Sammlungen und Publikationen des Steinheim-Instituts im Foyer der Universitätsbibliothek GW/GSW am Campus Essen zu sehen. Mit dieser Ausstellung stellt sich das Institut nach seinem Umzug in das Rabbinerhaus der Alten Synagoge auf dem Campus vor. Die Schau umfasste Hebraica, Judaica und die ganze Welt des deutsch-jüdischen Buches. Neun Vitrinen versammelten Bücher in mannigfaltiger Themenauswahl. Gezeigt wurden wertvolle Ausgaben und Zeitschriften, u.a. Werke der jüdischen Aufklärung (Haskala), der Wissenschaft des Judentums, Bibelausgaben, Veröffentlichungen von Ephraim Moses Lilien, wunderbare Illustrationen, Bücher aus jüdischen Verlagen, die zwischen 1933 und 1938 erschienen. Infotafeln mit zahlreichen und großformatigen Abbildungen erläutern die jeweiligen Themenschwerpunkte. Nicht zuletzt präsentierten wir eine Auswahl aus dem stattlichen Bücherfundus, der durch die Forschungen des Instituts gewachsen ist.

Die offizielle Eröffnung mit kleinen Vorträgen und einer Führung fand am 1. September statt: zuerst im Bibliothekssaal, dann im Foyer. (Auszug aus den Infotafeln zur Ausstellung)

Inhaltliche Verantwortung und Gestaltung: Harald Lordick und Beata Mache

Bericht zur Ausstellung in Kalonymos 2.2011

Goethe und seine Stellung zum Judentum

Öffentlicher Vortrag: A. Shear-Yashuv: Goethe als Philosoph und seine Stellung zum Judentum. 20. Juni 2011, 12 bis 14 Uhr, Seminarraum im Rabbinerhaus.

Soziale Gerechtigkeit und Wohlfahrt im Judentum

Soziale Ungleichheit, ihre Ursachen, aber auch die Möglichkeiten ihrer Milderung gehören zu den ältesten Fragen aller Gesellschaften. Unsere Veranstaltung widmet sich den Antworten des Judentums, dem Sozialethik zentrales Anliegen ist. Die Vorträge und Diskussionen beschäftigen sich zunächst mit der Tradition, den biblischen Geboten und Erklärungen und der darin begründeten Sozialgesetzgebung. Daraufhin spüren wir dem Einfluss nach, den jüdische Überlieferung und praktische Wohlfahrtspflege - und das ist weitgehend unbekannt - auf die allgemeinen sozialen Errungenschaften hat: bei der Modernisierung des Sozialwesens im 19./20. Jahrhundert und der Grundlegung des modernen Sozialstaats.

Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung statt: bpb Veranstaltungskalender

Organisation und Durchführung: Harald Lordick, Beata Mache, Annette Sommer

Jüdische Friedhöfe und Bestattungskultur in Europa

Das Steinheim-Institut wirkt mit an der ICOMOS-Tagung Jüdische Friedhöfe und Bestattungskultur in Europa (Jewish Cemeteries and Burial Culture in Europe).

Sonntag, 3. April bis Mittwoch 6. April 2011

Mehr zu den Veranstaltungsdetails, Programm und Anmeldung

Die Veranstaltung widmet sich dem aktuellen Stand der Erforschung jüdischer Sepulkralkultur im europäischen Kontext. Schwerpunkt der internationalen Fachtagung ist der Jüdische Friedhof Weißensee. Hintergrund ist die Initiative einer Nominierung dieses Berliner Friedhofs als Weltkulturerbe.

Präsentation der Edition „Deutsch-jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft“

Seit einigen Jahren erarbeiten das Steinheim-Institut und das DISS den Diskurs deutsch-jüdischer Autoren des 19. Jahrhunderts zu Themen der Sozialethik und zur politischen Partizipation. Mit der Edition Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft (Böhlau-Verlag, Köln) möchten wir diesen von der damaligen Mehrheitsgesellschaft übergangenen Diskurs in die heutige gesellschaftspolitische Debatte einbringen.

Eingeladen zur Präsentation unserer Edition am 21. Februar 2011 hatten wir in die Alte Synagoge - Haus jüdischer Kultur in Essen, auf der wir unser Projekt zur Diskussion stellten. Schwerpunkt war eine Podiumsdiskussion mit Frau Prof. Itta Shedletzky (Jerusalem), Herr Prof. Daniel Krochmalnik (Heidelberg), Herr Prof. Christian Wiese (Frankfurt), Herr Dr. Dirk Halm (Essen) und für die beteiligten Institute Herr Prof. Michael Brocke. Die Moderation übernahm Herr Dr. Jobst Paul.

Politische Unterstützung gab es seitens der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. In Vertretung der Ministerpräsidentin sprach die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Frau Dr. Angelica Schwall-Düren. Für die bisherigen Förderer unserer Edition, darunter der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, sprach Herr Prof. Andreas Schlüter. Programm

Veranstaltungen 2010

Vortrag von Stephen J. Whitfield

Auf Einladung des Steinheim-Instituts hält Stephen J. Whitfield einen Vortrag an der Universität Duisburg-Essen. Der Professor für American Studies an der Brandeis University, Waltham MA, USA war mehrfach Gastwissenschaftler in Europa und Israel und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Sein Vortrag beschäftigt sich mit dem hierzulande kaum bekannten jüdischen Engagement der 1920er Jahre, für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in den USA zu kämpfen. Akzeptanz hierfür hoffte man seinerzeit durch kulturelle Förderung und Bildungsinitiativen zu erreichen. So berührt das Thema also auch die gegenwärtige Diskussion über „Minderheiten“. Steve Whitfields Eltern und Verwandte stammen aus Duisburg, er wird seinen Vortrag in gut verständlichem Englisch halten.

Aktionstage: Rechtsstatus der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis zur Emanzipation

Auf die bürgerliche Gleichstellung warteten Juden in Deutschland Jahrhunderte lang. In diesem Seminar, das im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung stattfindet, sollen wichtige Veränderungen ihres Rechtsstatus, ihre Vorstellungen der gerechten Gesellschaft, aber auch innerjüdische Strömungen thematisiert und anschaulich gemacht werden. Hauptpunkte der Veranstaltung sind unter anderem die Siedlungsgeschichte der Juden in Deutschland, Gemeindeautonomie und Institutionen im Mittelalter, Landjudentum der Frühen Neuzeit sowie Vorschläge zur 'bürgerlichen Verbesserung' aus der Zeit der Aufklärung.

Organisation: Beata Mache (mac[at]steinheim-institut.org)

Programm (PDF)


Veranstaltungen 2009

Workshop Philosophie

Von inspirierenden Diskussionen bestimmt war der Workshop (Kor-)Relation -- in jüdischem Denken verwurzelte Theoriefigur des Neukantianismus? Organisiert wurde das wissenschaftliche Gespräch von der Universität Duisburg-Essen und dem Steinheim-Institut am 15. Juni 2009. Nach den ergiebigen Debatten des Tages hochzufrieden nahm das internationale Teilnehmerfeld aus Philosophie, Pädagogik, Theologie, Geschichte und Judaistik die Gründung einer Forschergruppe in den Blick.

Veranstaltungen 2008

Workshop Retrodigitalisierung

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Die Abteilung Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte laden am 18. und 19. November ein zu einem zweitägigen Workshop Archive der Zukunft - Digitale Erschließung und Präsentation historischer Korpora. Der Workshop richtet sich an Judaisten, Historiker, Informatiker, Geisteswissenschaftler, Bibliothekare und Archivare und dient dem Erfahrungsaustausch über Fragen der Digitalisierung insbesondere deutsch-jüdischer Quellen. So halten die ReferentInnen Vorträge zu Datenformaten, Suchstrategien, Online-Portalen und zum Kontext von Dokumenten oder zum Digitalisierungs-Workflow.

Interessierte sind herzlich eingeladen (über eine formlose Anmeldung freuen wir uns).

Der Workshop findet statt am 18. und 19. November 2008 im Mercatorhaus der Universität Duisburg-Essen (Lageplan), Campus Duisburg, jeweils 9–17 Uhr.

Programm

Flyer

Ein Tagungsbericht mit Fotos ist hier zu finden. Workshop Retrodigitalisierung

Direktor des Steinheim-Instituts erhält Moses-Mendelssohn-Preis

Der Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz geht 2008 an Michael Brocke, Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duis­burg-Essen. Prof. Dr. Michael Brocke, Judaist, wirkt seit Jahrzehnten für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung jüdischer Kultur im deutschen Sprachraum und darüber hinaus.

Das Land Berlin verleiht diese Auszeichnung im zweijährigen Rhythmus seit 1979. Sie erinnert an den Philosophen Moses Mendelssohn (1729-1786) und ist mit 10.000 Euro dotiert. Geehrt werden Personen und Institutionen, die sich um die Verwirklichung der Toleranz im Geiste des Aufklärers Moses Mendelssohn gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen verdient gemacht haben.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Eva G. Reichmann, Sir Yehudi Menuhin, Teddy Kollek, Wolfgang Thierse, Inge Deutschkron und Hans Koschnick.

Die Preisverleihung fand am 7. September 2008, 17 Uhr im Roten Rathaus in Berlin statt.


Jüdische Friedhöfe in der euregio rhein-maas-nord

22. Juni 2008: Symposium Gemeinsame Geschichte - Gemeinsame Gegenwart. Das Steinheim-Institut präsentiert sein erfolgreich abgeschlossenes Dokumentationsprojekt Jüdische Friedhöfe in der euregio rhein-maas-nord. 42 Friedhöfe auf deutscher Seite und sieben auf niederländischer sind heute noch erhalten; die Online-Edition auf den Seiten des Steinheim-Instituts zeigt Fotografien sowie die hebräischen, deutschen und niederländischen Inschriften.

Wissenschaft Ruhr on Tour

4. Juni 2008: Das Steinheim-Institut beteiligte sich an der Wissenschaft Ruhr on Tour - Fokus Mensch des Wissenschaftsforum Ruhr. Der Duisburger Teil dieses Events wird getragen vom DISS (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung), vom RISP (Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung) und vom Steinheim-Institut. "On Tour" ist ganz wörtlich gemeint, Wissenschaft wird erfahrbar, die interessierten TeilnehmerInnen unternehmen eine Busfahrt zu zwei Standorten: zum beinah fertiggestellten Neubau der Moschee in Duisburg Marxloh sowie zum "inHaus" (Campus Duisburg), an dem die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Forschungen zum "Gebäude der Zukunft" präsentiert.

Programm

Vortrag von Prof. Dr. Dean Phillipp Bell

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26. Mai 2008: Prof. Bell hält am 26. Mai im Steinheim-Institut Duisburg seinen Vortrag: Jewish Responses to Severe Weather and Natural Disaster in Early Modern Germany.

Dean Bell ist Dekan und Professor für Geschichte am Spertus Institute of Jewish Studies in Chicago. Er lehrte u.a. an den Universitäten California, Berkeley, DePaul und Illinois sowie am Hebrew Theological College. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen Jews, Judaism and the Reformation in Sixteenth-Century Germany (Leiden 2006) und Jews in the Early Modern World - Continuity and Transformation (2007). Auf Einladung der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg ist er als ausgewiesener Kenner deutsch-jüdischer Geschichte auf Vortragsreise in Deutschland und besucht dabei auch das Steinheim-Institut in Duisburg.

Deutsch-jüdische Geschichte und Kultur im europäischen Kontext

April 2008: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Steinheim-Instituts gestalten im Sommersemester 2008 an der Universität Duisburg-Essen ein Proseminar im Fachbereich Geschichte. Die Veranstaltung spannt einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart, indem sie themenzentriert Einblicke in die deutsch-jüdische Geschichte und Kultur im europäischen Kontext vermittelt. Eingebunden in das Beziehungsgefüge der europäischen Diaspora wird das deutsch-jüdische Leben in seiner historischen Besonderheit charakterisiert, wobei insbesondere seine vielschichtige Teilhabe an der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft wie seine Ausgrenzung und Verfolgung im Blickfeld stehen.

14 Sitzungen, im Wechsel von Michael Brocke, Inna Goudz, Margret Heitmann, Katrin N. Jansen, Thomas Kollatz, Harald Lordick und Carsten L. Wilke geleitet.

Identität gegen Identitäten - "Normalität" und das Stigma des Fremden

Zeit: Montag, 31. März 2008, 10.00-16.00 Uhr

Ort:Tagungsort: "Der Kleine Prinz", Duisburg

Im Seminar werden alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einem offenen Diskurs über ihre eigene Biografie, Identität und Erfahrung berichten. Im Gespräch sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im eigenen Erleben und der Wahrnehmung durch andere sichtbar werden. Der Begriff "Normalität" und sein Inhalt ist zu hinterfragen, er verweist zugleich darauf, dass es im Seminar sowohl um das Erleben derer geht, die unter Vorurteil und Stigmatisierung zu leiden haben als auch um das Selbstverständnis derer, die der Mehrheitsgesellschaft und ihrer sogenannten Leitkultur traditionell angehören.

Identiteit tegen identiteiten – „normaliteit“ en het stigma van het vreemde

Maandag 31 maart 2008, 10.00-16.00 uur Vergaderplaats: „Der Kleine Prinz“, Duisburg

Tijdens het seminar zullen alle deelnemers middels een gesprek over hun eigen biografie, identiteit en ervaring praten. In het gesprek worden overeenkomsten en verschillen in de eigen leefwereld en waarneming door anderen zichtbaar. Het begrip „normaliteit“ en zijn inhoud is nader te bespreken, daar het tevens ernaar verwijst, dat het in het seminar om de belevenissen ervan gaat die onder vooroordeel en stigma lijden, alsmede om het zelfbesef van hen, die tot de traditionele meerderheid en de desbetreffende “leidende cultuur” behoren.

Programm (PDF)

Programm (holländisch) (PDF)

Veranstaltungen 2007

Steinheim-Kolloquium 2007: Zweierlei Integration: Vom Großen Sanhedrin zur Deutschen Islamkonferenz, 1807-2007

Der "Große Sanhedrin", eine Versammlung der angesehensten jüdischen Autoritäten des napoleonischen Reiches, verkündete 1807 sein Epoche machendes Programm der Integration der Juden in den säkularen Rechtsstaat durch eine theologische Neuorientierung und eine zentralisierte Vertretung. Zweihundert Jahre später, mit der Deutschen Islamkonferenz, wird die Frage der politischen Repräsentanz einer nichtchristlichen und kirchenlosen Minderheit wieder aktuell. Auf Einladung des Steinheim-Instituts diskutierten am 11. und 12. November 2007 Historiker aus Frankreich und Deutschland, Vertreter der Bundesregierung, der jüdischen und der muslimischen Gemeinde über eine Traditionslinie der europäischen Moderne.

Das Kolloquium findet statt im Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Duisburg - Mülheim/Ruhr - Oberhausen (Springwall 16, 47051 Duisburg).

Programm (PDF)

Veranstaltungen 2006

Wissenschaftsmesse Ruhr

Kalonymos-Redakteur im Gespräch

Auf der Messe stellt das Steinheim-Institut als eines von 24 Instituten seine wissenschaftliche Arbeit vor. Unsere Freunde und Förderer sind sehr herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Zeit: Mittwoch, 18. Oktober

Ort: Ehemalige Waschkaue der Zeche Adolph von Hansemann Bildungszentrum der Handwerkskammer Dortmund

Veranstaltungen 2005

Steinheim-Kolloquium 2005

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Dem jüdisch-theologischen Seminar Fraenckelscher Stiftung in Breslau, Rabbinerausbildungsstätte von internationalem Ruf, soll nach 150 Jahren die ihm geschuldete Aufmerksamkeit erwiesen werden. Das Seminar, berühmt und bedeutend schon zu seiner Zeit durch sein „Breslauer Programm“, die fachliche Kompetenz seiner Lehrer und die Vielzahl seiner Studierenden, war richtungsweisend für Neugründungen in Mitteleuropa und den USA. Beinahe 750 Seminaristen erhielten hier ihre Ausbildung, um als Rabbiner und Lehrer die Gemeinden der Zukunft zu leiten und neu zu beleben. Dieses Kolloquium gedenkt einer jüdischen Bildungsstätte, die weit über ihre historische Bedeutung hinaus auch in der Gegenwart vorbildlich wirkt.

Zeit: Montag, 31.Januar 2005

Ort: Jüdisches Gemeindezentrum Duisburg, Springwall 16, 47051 Duisburg

Tagung: 'Weimar' und die Juden

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Goethe und die Juden: ein scheinbar sekundäres Thema in der Rezeption des Werks des Dichterfürsten von Weimar. Aber es behandelt einen der heikelsten Aspekte deutscher Kulturgeschichte. Goethes Aussagen zu Juden und Judentum sind ambivalent und schwanken. Sein Wort "Außerdem waren sie ja auch Menschen" setzte nicht jenes Maß, das die Entwicklung der deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert hätte zum Guten beeinflussen können. Und dennoch haben Generationen von Juden in Deutschland Goethe gelesen und verehrt. Auch gab es eine bemerkenswerte jüdische Rezeption Schillers, die im Schiller-Jahr 2005 eine Beleuchtung verdient. "'Weimar' und die Juden - die Juden und die deutschen Dichterfürsten" ist ein Thema, das auf die Tagesordnung deutscher Gedächtniskultur des Jahres 2005 gehört.

Zeit: Freitag, 14. Januar 2005 bis Sonntag, 16. Januar 2005.

Ort: August-Pieper-Haus, Leonhardstr. 18-20, 52064 Aachen.

Veranstaltungen 2004

Jahrestagung der AG Jüdische Sammlungen

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Das Salomon Ludwig Steinheim-Institut freut sich, die diesjährige Jahrestagung der AG Jüdische Sammlungen von Dienstag 7. bis Freitag 10. September 2004 veranstalten zu können, und wir laden Sie hiermit herzlich nach Duisburg ein. Wie üblich soll bei unserem Treffen die Präsentation und Diskussion aktueller Projekte, neben einem örtlichen Kulturprogramm, im Vordergrund stehen. Deshalb möchten wir Sie freundlich bitten, uns Ihre Teilnahme an der Tagung auf beiliegendem Auf dem Anmeldeformular finden Sie natürlich auch die Möglichkeit, einen Kurzvortrag anzumelden. Da wir wie gewohnt von einem gesteigerten Interesse an der Vorstellung von Projekten ausgehen, bitten wir Sie bereits jetzt zur Kenntnis zu nehmen, dass die Redezeit auf 10-15 Minuten beschränkt sein wird.

Des weiteren bitten wir Sie freundlich, sich selbst um eine Übernachtungsmöglichkeit in Duisburg zu kümmern. Auf dem Anmeldeformular haben wir drei Hotels unterschiedlicher Preislage ausgewählt, die alle zentral zum Tagungsort liegen. Über diese Vorschläge hinaus gibt es natürlich auch andere Angebote, die Sie unter www.hotels-in-duisburg.de anschauen und buchen können. Auf jeden Fall sollten Sie sich aber rechtzeitig um ein Zimmer kümmern.

Wir werden uns sehr freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Veranstaltungen 2003

Internationale Konferenz "Zwischen Sprachen"

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Datum: 26.-28. Mai 2003

Schloss Eichholz, Köln-Wesseling

Programm (PDF) Anfahrtsbeschreibung



Dokumentation des alten jüdischen Friedhofs Krefeld

Einladung zur Pressekonferenz und Buchpräsentation

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Dokumentation des alten jüdischen Friedhofs Krefeld

Ort: Krefeld, Heideckstr. (auf dem alten jüdischen Friedhof)

Datum: 28. März 2003

Uhrzeit: 11 Uhr

Die frühe Neuzeit als Epoche jüdischer Geschichte

Vortrag von Prof. David B. Ruderman Institut für Jüdische Studien - Heinrich Heine-Universität Düsseldorf / Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte: Einladung zum Gastvortrag

Rethinking "Early Modern" - Towards a Coherent Interpretation of a Discrete Epoch in Jewish Cultural History

Datum: Montag, 10. Februar 2003, 16 Uhr c. t

Ort: Universität Düsseldorf, Raum 23.21.00.82

Prof. Ruderman (Professor of Early Modern Jewish History, Director of the Center for Advanced Judaic Studies at the University of Pennsylvania, Philadelphia) ist Verfasser von u.a. "The World of a Renaissance Jew" (1981), "Kabbalah, Magic and Science - The Cultural Universe of a 16th Cent. Jewish Physician" (1988) und "Jewish Thought and Scientific Discovery in Early Modern Europe" (1995)

Veranstaltungen 2002

Steinheim-Kolloquium 2002: Jonas Cohn (1869-1947). Ein deutsch-jüdischer Gelehrter

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Datum: Dienstag, 3. September 2002

Ort: Evangelische Akademie Mülheim a.d. Ruhr

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministerium des Innern

Jonas Cohn gehörte der letzten Generation an, die vor der Shoa neukantianische Philosophie und Pädagogik an deutschen Hochschulen lehrte. Sein wissenschaftlicher Weg führte ihn vom Psychologischen Institut Wilhelm Wundts in Leipzig 1892 an die Freiburger Universität, an der er von 1897 bis zu seiner Zwangspensionierung 1934 lehrte. Sein wissenschaftlicher und persönlicher Nachlass steht seit 2001 zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und Nutzung dem Steinheim-Institut zur Verfügung und ist in seiner Fülle von Dokumenten ein Spiegelbild deutsch-jüdischer Geschichte im akademischen Raum. Mit diesem Kolloquium soll in einem ersten Schritt Cohn und sein Nachlass vorgestellt, Aspekte seines Werkes unter philosophischen und judaistischen Gesichtspunkten diskutiert und im Kontext des deutsch-jüdischen Selbstverständnisses seiner Zeit problematisiert werden.

Beiträge:

  • Jonas Cohn und seine Zeitgenossen: Materialien und Briefe aus dem Nachlass (Dr. Margret Heitmann)
  • Sind Leben und Religion Werte? Überlegungen im Horizont von Jonas Cohn (Dr. Hartwig Wiedebach)
  • Naturwissenschaftliche und philosophische Methode. Über die Idee der Einheit von Wissenschaft (Dr. Dr. Anselm Model)
  • Antisemitismus in der Deutschen Philosophie am Beispiel der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau (Prof. Dr. Norbert Kapferer)
  • Jonas Cohns Werk "Volkscharakter und Menschheitsorganisation" im Spiegel seiner Zeit (Bastian Fleermann)

Ausstellung Jakob Steinhardt (1887-1968): Druckgrafik 1907-1967

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Das Wilhelm Lehmbruck-Museum Duisburg zeigt vom 14. Mai bis 28. Juli 2002 anlässlich der "Jüdischen Kulturtage" die Ausstellung Jakob Steinhardt (1887-1968): Druckgrafik 1907-1967. Das Werk des Expressionisten thematisiert Landschaften, Porträts, sozialkritische und jüdische Themen (vgl. Harald Lordick, Dreißig Holzschnitte, eine Radierung, Kalonymos 2001, Heft 4). Eine Auswahl war vorab als Erstpräsentation in der Stadtsparkasse Duisburg zu sehen. An beiden Ausstellungen ist das Steinheim-Institut mit seiner von der Tochter des Künstlers Josefa Bar-On Steinhardt 2001 gestifteten Sammlung sowie raren Büchern aus der Institutsbibliothek beteiligt. Der Bestandskatalog ist im Lehmbruck-Museum erhältlich. (4 Euro)

Fotoausstellung Georg Goldstein - Arzt und Fotograf. Motive aus Palästina/Israel

Photoausstellung interessanter Motive
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Die Fotoausstellung mit hochinteressanten Motiven aus Palästina/Israel zwischen 1934 und 1953 wurde am 14. Mai im Rahmen der "Jüdischen Kulturtage rheinischer Städte" durch Jörg Mascherrek (VHS Duisburg) und Michael Brocke (Steinheim-Institut) eröffnet. Margret Heitmann (Steinheim-Institut) hielt den Eröffnungsvortrag. Die Ausstellung ist bis zum 14. Juni 2002 in der Volkshochschule Duisburg, König-Heinrich-Platz, montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr und am Wochenende auf Anfrage zu sehen. Informationen unter Tel 0203-283 2206 und 283 2064 (VHS) und 0203-370071 (Steinheim-Institut).

Symposium zur Erforschung und Restaurierung des jüdischen Friedhofs Hamburg Altona

Datum: Donnerstag, den 30. Mai 2002, 15-18 Uhr

Ort: Warburg-Haus Heilwigstr. 116, 20249 Hamburg

Im frühen 17. Jahrhundert wurde der Jüdische Friedhof in Hamburg-Altona angelegt. Der "gute Ort" Königstr. gilt nicht nur wegen seiner Größe und seines Alters, sondern auch wegen des kulturhistorischen Wertes seiner zahlreichen Grabsteine als eines der bedeutendsten jüdischen Gräberfelder der Welt. Die Erforschung, Inventarisierung und Dokumentation des Friedhofs findet unter der Leitung des Steinheim-Instituts statt.

KNAW Colloquium "Sepharad in Ashkenaz: Medieval Knowledge and Eighteenth-Century Jewish Enlightened Discourse"

in Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut

Datum: 18.-21. Februar 2002

Amsterdam

Wer durch die Werke der aschkenasischen Aufklärer des 18. Jahrhunderts blättert, muss auf häufige Begegnungen mit ihnen gefasst sein: Sefaradim, sei es des arabischen Andalusien, sei es der zeitgenössischen Gemeinden in Amsterdam, London oder Saloniki, tauchen immer wieder auf und spielen mitten in Aschkenas eine besondere Rolle. Die aschkenasische Sefarad-Rezeption, die lange Gegenstand einzelner und vereinzelter Forschungen blieb, wurde nun zum ersten Mal international und interdisziplinär, intensiv und umfassend debattiert. Irene E. Zwiep, Resianne Smidt van Gelder-Fontaine (Amsterdam) und Andrea Schatz (Steinheim-Institut) konzipierten und organisierten das Colloquium "Sepharad in Ashkenaz: Medieval Knowledge and Eighteenth-Century Jewish Enlightened Discourse", unterstützt von Steven Harvey (Bar-Ilan University) und Emile Schrijver (Amsterdam). Die Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen, die das Projekt in die Reihe ihrer Akademie-Colloquien aufnahm, lud zwanzig Forschende aus historischen, philosophischen, kulturwissenschaftlichen, jiddistischen und judaistischen Fakultäten ein, um im Rembrandtzaal Zwischenbilanz zu ziehen und neuen Fragen nachzugehen.

Veranstaltung 2001

Lesung: Astrid Schmetterling - Charlotte Salomon 1917-1943. Das Werk der Charlotte Salomon

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Astrid Schmetterling: Charlotte Salomon 1917-1943. Bilder eines Lebens, Jüdischer Verlag 2001

Datum: Dienstag, 13. November 2001, 20.00 Uhr

Zentralbibliothek Duisburg, Düsseldorfer Straße 5-7

"Ein Werk, das sich nirgends einordnen lässt, weil es zwischen den Genres schwebt, sich in Zwischenräumen bewegt. Ein Werk, das Rangordnungen durcheinanderbringt und Einheitlichkeit mit Doppeldeutigkeiten anficht. Ein Werk, das Kunstformen und Stile mischt, mit ihnen spielt und experimentiert, sie aus den gewohnten Bezügen herausnimmt, sie verrückt und neu zusammensetzt."So beschreibt Astrid Schmetterling das Werk, das Charlotte Salomon im südfranzösischen Exil schuf, eine Folge von mehr als 1 325 Gouachen und Textblättern, die historische und zeitgenössische Kunstformen, Elemente der Literatur und des Theaters, des Films und der Musik miteinander verknüpft. Charlotte Salomon nannte ihr Werk, das von ihrem Leben, von schwierigen Familien- und Liebesbeziehungen, von der Verfolgung und von der Kunst erzählt, Leben? oder Theater? und bezeichnete es im Untertitel als "Dreifarben Singespiel".

In ihrem sehr sorgfältig gestalteten Essay Charlotte Salomon 1917–1943. Bilder eines Lebens zeichnet Astrid Schmetterling die Spuren des Lebens und des Werks der Künstlerin nach. Dem Text vorangestellt sind 16 ausgezeichnete Reproduktionen, die einen Eindruck vermitteln von der eigenwilligen Vielfalt der Mal- und Schreibweisen, die Charlotte Salomon in ihren Bildern aufgriff und neu entwarf.

Der im Jüdischen Verlag (Frankfurt a. M. 2001) erschienene Band wurde mit Unterstützung des Steinheim-Instituts publiziert.

Tagung: Samuel Holdheim (1806 - 1860)

Reformer oder Häretiker? Leben, Werk und Wirken.

Datum: 17 - 20.4.2001

WestLB Akademie Schloß Krickenbeck, Nettetal

Der Name Samuel Holdheim kann bis heute stellvertretend für 'das' Reformjudentum stehen. Doch nehmen auch liberale Kreise seinen Namen nicht gerne in den Mund: Durchaus zweifelhafte Charakterisierungen wie "Führer der extremreformistischen Bewegung im deutschen Judentum" (EJ 1931) oder "Talmudist der,sitra d'smola'" (Ben Chananja 1860) sind zu zahlreich zu lesen. Heinrich Graetz' Urteil: "Seit Paulus von Tarsus hatte das Judentum nicht einen solchen inneren Feind erlebt" ist nur die bekannteste von vielen abfälligen Äußerungen. Holdheims eigene Wandlungen im Laufe der publizistisch reichen Jahrzehnte seines Wirkens und die scharfe Polemik, die er damit entfachte, haben sein Bild geprägt. Er ist sehr bald zu einem Klischee, wenn nicht zu einem Zerrbild, verkommen. Ein Image, das sich bis zur völligen Erstarrung verfestigt hat und das Werk selbst ignorieren kann. Unsere internationale Tagung ist die erste je zu R.Samuel Holdheim überhaupt veranstaltete und verfolgt das Ziel, nunmehr seinem Werk und seinem Wirken jenseits von Apologetik und Polemik so nüchtern wie umfassend gerecht zu werden. Das dichte Programm dieser kritischen Auseinandersetzung zeugt von den jüngst aufkommenden Bemühungen in Europa und den USA. Ob der einst so leidenschaftlich umstrittene und abgelehnte, doch auch weit und tief wirkende Geist heute noch Stoff bietet zu fruchtbarer Auseinandersetzung und oder gar Neuaufnahme dessen, was er so radikal verfocht, ist zu prüfen. Nicht allein die Frage der Trennung des Religiösen vom Nationalen und Rechtlich-Politischen könnte sich als aktuell zu diskutierende aufdrängen.

Programm

Veranstaltungen 2000

Steinheim-Kolloquium 2000 in Kooperation mit dem Fach Jüdische Studien: Jüdische Sepulkralkultur und Grabsteinepigraphik

Datum: Montag, 11. Dezember 2000

Gerhard-Mercator-Haus, Universität Duisburg

Begleitende Fotoausstellung: Friedhofsimpressionen (Christel Wollmann-Fiedler, Tübingen)

Beiträge:

  • Begrüßung und Einleitung (Ruprecht Ziegler, Prodekan, Gerhard-Mercator-Universität Duisburg; Michael Brocke, Steinheim-Institut)
  • The cemetery in medieval Jewish thought (Avriel Bar-Levav, Ben-Gurion University of the Negev, Beer-Sheva)
  • Einleitungsformeln mittelalterlicher Grabinschriften (Margaretha Boockmann, Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg)
  • The poetics of Hebrew tombstone inscriptions. Preliminary characteristics (Marcin Wodzinski, Uniwersytet Wroclawski)
  • Grabsteine hessischer Friedhöfe. Weltliche Angaben über den Verstorbenen (Christa Wiesner, Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen)
  • Inschriften für Hofjuden und ihre Familien in Nordbaden (Martina Strehlen, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart)
  • Männer- und Frauenbilder hebräischer Grabinschriften (Christiane E. Müller, Jüdische Studien, Duisburg)
  • What's in a name? Zum textlichen und bildlichen Umgang mit Namen (Aubrey Pomerance, Steinheim-Institut)

Programm

Tagung: Deutsch-jüdische Literatur. Lohnende Wiederentdeckung: Deutsch-jüdische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts

Tagung der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen und des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts

Datum: 7.-9. Januar 2000

Ort: August-Pieper-Haus, Aachen

Beiträge:

  • Deutsch-jüdische Literatur: eine erste Geländevermessung (Andreas Kilcher, Münster)
  • Karl Wolfskehl (1869-1948): sein Werk und seine Identifizierung mit dem biblischen König Saul (Daniel Hoffmann, Düsseldorf)
  • Juden um Stefan Georg - Faszination und Widerspruch. Karl Wolfskehl (Cornelia Blasberg, Hamburg)
  • Alfred Döblin (1878-1957): eine Heine redivivus? (Ernst Ribbat, Münster)
  • Gedichte, Romane, Dramen: Leseproben und Interpretationen in Arbeitsgruppen Charlotte Salomon (1917-1943): Leben oder Theater (Astrid Schmetterling, London)
  • Deutsch-jüdische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zwischen historischer Analyse und lebendiger Lektüre: Perspektiven der Rezeption?


Veranstaltungen 1999

Internationale Konferenz: Multilingualism in Western Ashkenazic Jewry: Ideology, Intertextuality and Transmission

Internationale Konferenz in Kooperation mit dem Menasseh ben Israel Institute for Jewish Social and Cultural Studies, Amsterdam

Datum: 24.-27. Oktober 1999

Ort: Zeeuwse Bibliotheek, Middelburg,Provincial Library of Middelburg, Zeeland/The Netherlands

Drittmittel: BMI

Beiträge:

  • Holiness and profanity of Jewish languages (Marion Aptroot, Düsseldorf)
  • The function of languages in the modern Jewish revolution (Benjamin Harshav, Tel Aviv/New Haven)
  • Yiddish as a means of cultural advancement: Mosheh Frankfort, dayan and Hebrew printer in Amsterdam and his Yiddish translation of Isaac Aboab's »Menorat ha-maor« (Rena G. Fuks-Mansfeld, Amsterdam)
  • Between East and West: Languages of Silesian Jewry in the 19th and 20th centuries (Marcin Wodzinski, Wroclaw)
  • Interior/exterior. The languages of synagogue inscriptions (Thomas Kollatz, Duisburg)
  • Polish as a Jewish language? Language, society and identity in Poland during the interbellum (Katrin Steffen, Berlin)
  • Language, literature and education: Yiddish among Britain's ultra-orthodox Jews since 1945 (Bruce J. Mitchell, Oxford)
  • Text and subtext: Translating from Jewish languages (Barbara Harsav, Tel Aviv)
  • Call it English: The languages of Jewish American writing (Hana Wirth-Nesher, Tel Aviv)
  • Post-ethnic experience in contemporary Jewish American fiction (Derek Rubin, Utrecht)
  • Dualism of voices: Dialogues between Jews and Non-Jews in Robert Schindel's novel »Gebürtig« (Andrea Kunne, Amsterdam)
  • In search of a language: Pluralism of styles and genres in Jewish Holocaust writing (Elrud Ibsch, Amsterdam)
  • The language of the Zionists in the context of eugenics (Klaus Hödl, Graz)
  • The Jewish »race« in America: Racial language in Jewish-American prose, 1890-1920 (Anne C. Rose, Pennsylvania)
  • The emergence of a new language of Jewish scholarship: The transition from German »Wissenschaft des Judentums« to American Jewish scholarship in the 19th and 20th centuries (Christian Wiese, Erfurt)
  • Two seventeenth-century translations of Ibn Gabriol's »Keter malkhut« (Shlomo Berger, Amsterdam)
  • German-Jewish scholars of the nineteenth century and the study of Indian languages and comparative linguistics (Gregor Pelger, Oxford)
  • Post-Yiddish Ashkenazic speech: Linguistics and sociolinguistics of Jewish German and Jewish- Dutch (Neil G. Jacobs, Columbus)
  • The problem of the non-Jewish vernacular for the study of the Dutch-Yiddish lexicon (Henk D. Meijering, Amsterdam)
  • Yiddish in the Netherlands. An expression of Ashkenazic culture (Emile Schrijver, Shlomo Berger, Marion Aptroot)


Doppelte Sprachbürgerschaft: Sprache und Sprachlosigkeit der jüdischen Aufklärer

Studientag in Kooperation mit dem Fach Jüdische Studien

Datum: Studientag, 2. Juni 1999

Ort:Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Beiträge:

  • Die Haskala-Bibliothek des Steinheim-Instituts / Mediale Präsentation (Thomas Kollatz, Duisburg)
  • Die Orientalische Buchdruckerey der Jüdischen Freyschule Berlin (Uta Lohmann, Hamburg)
  • Aufgeklärte Typographie (Emile Schrijver, Amsterdam)
  • »Eine Sprache für alles« und für jede? Hebräisch und Deutsch in der Berliner Haskala (Andrea Schatz, Duisburg)
  • Die Tradition und ihre Sprachen. Rezeption mittelalterlicher Wissenschaften in der frühen jüdischen Aufklärung (Irene Zwiep, Amsterdam)
  • Multilingualism in the Hebrew Satire of the 19th Century (Yehuda Friedlander, Ramat Gan)


Im Hause züchtig, draußen mächtig? Frauen und Gender im aschkenasischen Judentum

Tagung in Kooperation mit der Gesellschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden, dem Fach Jüdische Studien, der Frauenbeauftragten der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Ev. Akademie Mülheim a. d. Ruhr

Datum: 8.-10. März 1999

Ort: Ev. Akademie Mülheim a. d. Ruhr

Beiträge:

  • Rashi's Influence on the Scholarly Perception of Gender in the Babylonian Talmud (Tal Ilan, Jerusalem)
  • Sexual Politics and Ritual Immersion (Judith Baskin, Albany)
  • Reinheit in der Familie und die Bewahrung jüdischer kollektiver Identität (Charlotte Fonrobert, Los Angeles)
  • »Der Mann - ein Fehlkauf«: Finanzielle Eheregelungen und ihre Folgen für das Geschlechterverhältnis in Aschkenas (Birgit Klein, Duisburg)
  • Jiddische ethische Literatur zu Autoriät und Macht in Familie und Haushalt (Ruth Berger, Heidelberg)
  • »Das Princip der jüdischen Ehe«: Eine Rabbinerkontroverse im 19. Jahrhundert (Carsten Wilke, Duisburg)
  • Amalie Beer as High culture Mother and Patron of Jewish Reform in Berlin 1815-1823 (Deborah Hertz, Bronxville)
  • Penitential Themes in Yiddish Tkhines (Chava Weissler, Bethlehem)
  • Charlotte Salomons Leben? oder Theater? - Ein Werk jenseits der Assimilation (Astrid Schmetterling, London)
  • The Hebrew Language: Male Tool or Woman's Dress? (Iris Parush, Beer Sheva)
  • Jewish Gender Trouble: Masculinity and Femininity in Abramovitch's The Travels of Benjamin III (Michael Gluzman, Beer Sheva).


Veranstaltungen 1998

Internationale Fachkonferenz: Janusfiguren: Jüdische Heimstätte, Exil und Nation im deutschen Zionismus

Datum: 9.-11. Dezember 1998

Ort: Kath. Akademie Mülheim a. d. Ruhr

Drittmittel: DFG; Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen; BMI

Beiträge:

  • Nineteenth-Century Fears about a Jewish Political-Territorial Entity (Shmuel Feiner, Ramat Gan)
  • Kultur oder Selbstverwirklichung: Die vielfältigen Strömungen des Zionismus in Deutschland (Uri Kaufmann, Heidelberg)
  • Zwischen Taktik und Pragmatik - Die deutschen Zionisten im Ersten Weltkieg (Barbara Schäfer-Siems, Berlin)
  • The Impact of German Racial Thought on Early Jewish National Culture (Mark H. Gelber, Beer Sheva)
  • Der Konflikt zwischen feministischen und zionistischen Konstruktionen der Geschlechterdifferenz im deutschen Zionismus (Claudia Prestel, Clayton)
  • »Ostjudentum« als Konzept und »Ostjuden« als Präsenz im deutschen Zionismus (Yfaat Weiss, München)
  • Cultural Constructions of a Jewish Homeland in Palestine within German Zionism (Michael Berkowitz, London)
  • Bedrohte Existenz in Deutschland - gefährdete »Heimatstätte« Palästina: Die Ambivalenz zionistischer Identität im Spiegel der öffentlichen Wirksamkeit und privaten Korrespondenz von Robert Weltsch (Christian Wiese, Duisburg)
  • »Realpolitik« and Moderate Nationalism: German Zionists and the Arab-Jewish Conflict (Hagit Lavsky, Jerusalem)
  • Transfering German Jewish Identity to the »Homeland«: German Zionists in Palestine between Self-Awareness, Detachment and Integration (Yoav Gelber, Haifa)
  • The Reactions of German Zionism to Nazism and the Politics of Persecution (Daniel Fraenkel, Jerusalem)
  • Neue Juden - junger Staat: Schuldbewusste Bilder vom Anderen (Frank Stern, Beer Sheva)
  • Zur Janus-Lage des deutschen Judentums: sein fehlender Einfluss bei der inneren Entwicklung Israels (Evyatar Friesel, Jerusalem)
  • From Berlin to Jerusalem: Zionism, Jewish Scholarship, and the Travails of Cultural Dissonance (David N. Myers, Los Angeles)
  • Die (Wieder-)Entdeckung der deutschen Juden in der israelischen Literatur (Anat Feinberg, Heidelberg)


Tagung: Zwischen Polen und Deutschland

Datum: 22.-24. November 1998

Ort: Gerhard-Mercator-Haus, Duisburg

Drittmittel: Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: Landeszentrale für Politische Bildung; BMI

Beiträge:

  • Von Mehr- und Minderheiten. Deutsche, Polen und Juden in Posen (Stefi Jersch-Wenzel,Berlin)
  • Polnische Judenheit unter preußischer Herrschaft. Juden in Posen 1815-1848 (Sophia Kemlein, Warschau)
  • Ausweisung, Duldung, Einbürgerung. The Naturalized Jews of the Grand Duchy of Posen in 1834 and 1835 (Edward David Luft, Washington).
  • Bleibendes Werk und Wirken. Rabbiner in Posen (Carsten Wilke, Duisburg)
  • »... dass ich letztlich ein Jude aus Posen bin«. Historische Verwerfungen und deutsch-jüdisches Selbstverständnis (Margret Heitmann, Duisburg)
  • »Des rauhen Winters ungeachtet«. Auswanderung nach Amerika (Cornelia Östreich, Bad Schwartau)
  • Die Not der kleinen Leute. Aspekte jüdischer Wohlfahrtspflege (Harald Lordick, Duisburg)
  • Jüdische Politiker in und aus Posen (Helmut Neubach, Zornheim)
  • Jüdische Familienforschung zum Raum Posen im Internet (Joachim Mugdan, Basel)
  • Geschichte in Stein. Jüdische Friedhöfe im Posener Land (Leszek Hondo, Krakau)
  • Zwischen Westeuropa und osteuropäischer Tradition. Die Musik des Louis Lewandowsky (Tina Frühauf, Duisburg)
  • Zwischen Deutschland und Polen. Erlebnisse des Moses Wasserzug in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (Jakub Goldberg,Jerusalem)


Kolloquium zum zehnjährigen Todestag von Prof. Dr. Heinz Kremers

in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Geschichte und Religion des Judentums

Datum: 9. Juni 1998

Ort: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Veranstaltungen 1997

Steinheim-Kolloquium 1997: Junge Judaistinnen zur deutsch-jüdischen Kultur und Geschichte

Datum: 24.-26. November 1997

Ort: Kath. Akademie Mülheim a. d. Ruhr

Drittmittel: BMI

Beiträge:

  • Der heilige Emmeram von Regensburg in der jüdischen Überlieferung (Lucia Raspe)
  • Alltagsnormen im jüdischen Prag Ende des 16. Jahrhunderts (Frauke von Rohden)
  • Rechten mit Gott in den Memoiren der Glückl von Hameln (Emily Link)
  • Autobiographik als Genre der hebräischen Literatur? (Inka Arroyo-Kosenina)
  • Vom Hofjuden zum Metzger und Dämon. Der vermeintliche Abstieg des Verräters Löb Kraus (Birgit Klein)
  • Reinheit in den Sprachen der Maskilim (Andrea Schatz)
  • Haskala und aufgeklärter Absolutismus. Gedichte auf den Regenten in HaMeassef (Rainer Wenzel)
  • Rabbiner Dr. Michael Sachs als Prediger (Margit Schad)
  • Der Rabbiner als Geistlicher. Eine Kontroverse aus der Emanzipationszeit (Andreas Brämer)
  • Ein Rechtsstreit der jüdischen Gemeinde. Essen im Jahr 1845 als Thema der rheinischen Emanzipationsdiskussion (Suzanne Zittartz)
  • Der zerstörte Friedhof Große Hamburger Straße - Berlin 1671-1827. Versuch seiner Rekonstruktion (Nathanja Hüttenmeister)
  • Leo Baeck und der deutsch-jüdische Widerstand (Gastvortrag, Konrad Kwiet)
  • Der Knabe erlangt keine Kenntniß, die ihm in seinem bürgerlichen Leben nützlich seyn könnte. David Friedländers Gutachten über die zweckmäßigste Einrichtung jüdischer Schulen in Südpreußen, 1800 (Uta Lohmann)
  • Das jüdische Schulwesen in Sachsen- Meiningen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Gabriele Olbrisch)
  • Bayerische Bildungspolitiker gegen den Talmud: Das Ende der sogenannten jüdischen Hochschule zu Fürth 1827 (Carsten Wilke)
  • Das russische Judentum im Umbruch. Visionen und Konzepte einer jiddischen Literaturzeitschrift 1908 (Dorota Szafranska)
  • Geteiltes Gedenken. Die Mainzer Memorbücher des 19.-20. Jahrhunderts (Aubrey Pomerance)
  • Religiöse Reflexion politischen Geschehens: Das Beispiel der ersten deutsch-jüdischen orthodoxen Wochenzeitung 'Der Treue Zionswächter' 1845-1854 (Thomas Kollatz)
  • Das Ghetto des Judentums wird nicht eher gänzlich fallen, als bis das Ghetto seiner Wissenschaft fällt. Der Kampf der Wissenschaft des Judentums um Anerkennung als gleichberechtigte Forschungsdisziplin in Kaiserr eich und Weimarer Republik (Christian Wiese)


Tagung: Juden im Ruhrgebiet - Vom Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart

Tagung in Kooperation mit der Stadt Duisburg/VHS

Datum: 24.-26. Oktober 1997

Ort: VHS Duisburg

Drittmittel: BMI

Publikation:

  • Juden im Ruhrgebiet vom Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart, hg. v. Jan-Pieter Barbian, Michael Brocke, Ludger Heid, Essen 1999, 639 Seiten.


Veranstaltungen 1996

Traditionen und Transformationen einer besonderen Feindschaft in modernen Nationalismen

Internationale Konferenz

Datum: 25.-28. November 1996

Ort: Internationale Konferenz in Kooperation mit dem Fach Geschichte der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Ev. Akademie Mülheim/Ruhr

Drittmittel: BMI; Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit; Verein Freunde und Föderer interkultureller Beziehungen e.V.

Publikation:


Tagung: Universalität der Menschenrechte versus nationale (religiöse) Identität?

Datum: 14. Juni 1996

Ort: Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes, Duisburg

Tagung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Türkeistudien (Essen) und der Ökologie-Stiftung NRW Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes, Duisburg

Veranstaltungen 1995

Zwischen Gestern und Morgen. Kriegsende und Wiederaufbau im Ruhrgebiet

öffentliche Tagung in Kooperation mit der Stadt Duisburg/VHS

Datum: 5.-7. Mai 1995

Ort: VHS-Duisburg

Publikation:

  • Zwischen Gestern und Morgen. Kriegsende und Wiederaufbau im Ruhrgebiet, hg. v. Jan-Pieter Barbian/Ludger Heid, Essen 1995, 299 Seiten.


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