BHR Biographisches Portal der Rabbiner

JELLINEK, Adolf, Dr.

  • Geb. 26. Juni 1821 in Drslavice (Draslowitz) bei Uherský Brod (Ungarisch-Brod) in Mähren,
  • Gest. 28./29. Dez. 1893 in Wien
  • Sohn des Brauereipächters Isak Löw J. und der Sara Back
  • die Vorfahren gehörten „zu jenen tschechischen Bauern, die im 18. Jahrhundert aus religiöser Überzeugung das Judentum angenommen haben“. Mit 6 J. Cheder in Uherský Brod
  • erster Unterricht beim Synagogendiener
  • mit 11-13 J. Talmudstudium bei Rb. David Buchheim und deutsche Schule
  • mit 13-17 J. Jeschiwa in Prostìjov (Proßnitz) bei Moses Katz Wanefried, bildet sich dort nachmittags bei dem Arzt und Privatgelehrten Dr. Gideon Brecher im Französ., Ital. und den Wissenschaften
  • mit 18 J. [1838] nach Prag. Jeschiwa bei Eisig Redisch, zugleich Besuch der Univ. (als freier Hörer, da ohne Abitur) und Arbeit als Hauslehrer. Hört Ende 1841 den Talmud bei Oberrb. Rapoport
  • Okt. 1842 an die Univ. Leipzig mit seinem jüngeren Bruder Hermann J. (der als Revolutionär in Wien 1848 standrechtlich erschossen wurde), zunächst ohne Aufenthaltsgenehmigung
  • besteht Abiturprüfung an der Thomasschule
  • Orientalistikstudium (Liste der besuchten Lehrveranstaltungen bei Rosenmann, S. 33-36)
  • kommt erst später vom Gelehrten- zum Predigerberuf, hält seit 1845 in Leipzig Predigten und wird Dez. 1847 als Religionslehrer und Prediger angestellt, 1855 nach Gemeindegründung und Synagogenbau Rb. in Leipzig, 1857 zweiter Prediger in Wien, 1865 Nachfolger I. N. Mannheimers als erster Prediger. Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1848, S. 507, Nr. 57). Sein Sohn Georg J. (1851-1911) war Dr. jur. et phil, Universitätsprofessor, Geheimer Hofrat, Direktor des Staatswissenschaftlichen Seminars.

Dokumente

  • StadtA Leipzig RA 42 F Nr. 1, Bd. II, vom 14. Jan. 1848 Zeugnis von Zacharias Frankel (Brämer, Frankel, S. 125)
  • CAHJP Jerusalem, P 46, vom 13. Sept. 1875, Brief von J. Aub an Sal. Herxheimer über die Berliner Rabbinerwahl in Nachfolge Abraham Geigers: „Man denkt an Jellinek“.

Publikationen

  • Schreibt 1843-50 im Orient unter der Chiffre „A. Ink“ (cf. 1847, S. 372); u. a. „Josef Kimhi’s heb. Übs. der Chobot ha-Lebabot“, LdO 1844, S. 170f; „Die kabbalistische Tradition ’Die Schöpfung ist ein Segen’„, LdO 1844, S. 470; „Biographische Skizzen“, LdO 1846
  • Hrsg. Sabbatblatt 1844-1846
  • Redaktionsmitglied der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft
  • Übs. von A. Franck, Die Kabbala oder die Religions-Philosophie der Hebräer, aus dem Französischen, Leipzig 1844
  • Zähle die Tage! Predigt, 1846
  • Die Todtenfeier an den drei jüdischen Hauptfesten, 1846
  • Œefath H. akamim. Be’ur milim parsiyyoth we‘arviyyoth ba-Talmud, hebr., in Eisik Ben-Yaaqov, Devarim ‘Atiqim, Bd. II, Leipzig 1846, separat unter dem dt. Nebentitel Sefat Chachamim, oder Erklärung der in den Talmuden, Targumim und Midraschim vorkommenden persischen und arabischen Wörter, 1848, 16 S
  • Elischa ben Abuja, genannt Acher. Zur Erklärung und Kritik der Gutzkow’schen Tragödie „Uriel Acosta“, 1847
  • Die erste Confirmationsfeier in der Leipzig-Berliner Synagoge, 1847
  • WeZo’th lIhudah [Deut. 33,7]. Kanzel-Vorträge in der Leipzig-Berliner Synagoge, 1. Lieferung 1847
  • Zwei Kanzel-Vorträge in der Synagoge zu Ungarisch-Brod, 1847
  • Rede über die Trennung der Kirche vom Staate, 1849
  • Drei Gräber, Predigt, 1849
  • Jericho. Ein Bild von Israel’s Freiheit. Rede zur Feier der deutschen Grundrechte, am Passah-Feste, den Stadtvertretern in Leipzig gewidmet, 1849
  • Traurede bei der Vermählung seines Bruders Moriz zu Ungarisch-Brod, 1849
  • Die Bürgschaft. Kohelet, Sohn David’s. Zwei Kanzel-Vorträge, 1850
  • Moses ben Schem-Tob de Leon und sein Verhältniß zum Sohar. Eine historisch- kritische Untersuchung über die Entstehung des Sohar, 1851
  • Beiträge zur Geschichte der Kabbala, 2 Hefte Leipzig 1852
  • Der Familien-Tempel. Traurede in Pest gehalten, 1852
  • Der Mensch als Spiegelbild der Natur betrachtet. Predigt in Karlsbad, 1852
  • Freuden- und Freundesworte. Rede in Hamburg, 1852
  • Ha-Näfäš. Wikkuah. ‘al ha-näfäš, ha-guf weha-œechäl. Dialog über die Seele von Galenus, pseudo-galenischer Traktat, aus dem Arabischen übs. von Juda Alcharisi, hebr. mit dt. Vorwort, 1852, 24 S
  • H. åchmath ha-Qabbalah. Auswahl kabbalistischer Mystik, hebr. mit dt. Einleitung, Leipzig 1853, 88 S
  • Hrsg. Midraš ’Elläh ’Äzkerah ‘al ‘Aœarah Haruge Malchuth, hebr. mit dt. Einleitung, 1853, 24 S
  • Hrsg. Derašah des Moses Nahmanides, hebr. mit dt. Einleitung, 1853
  • Hrsg. Ha-Še’elah ha-šišith weha-ševi‘ith mi-Sefär ha- Näfäš lehäH. [acham] T. omas de ’Aqwino, aus dem Lateinischen von Eli Habilho, hebr. mit dt. Einleitung „Thomas von Aquino in der jüdischen Literatur“, 1853
  • Beth ha-Midraš. Qevus. ath Midrašim Qet. anim. Bet ha-Midrasch. Sammlung kleiner Midraschim, hebr., Teil I-IV Leipzig 1853-57, 192 + 160 + 248 + 168 S.; Teil V-VI Wien 1873-77, 248 + 204 S.; Neudruck in 2 Bd. Jerusalem 1967
  • 1853
  • Das Mutterherz, Predigt, 1854, 3. Aufl. 1863
  • Gezeroth TaTNU. Zur Geschichte der Kreuzzüge, nach hschr. hebr. Quellen, hebr., 1854, 32 S
  • Hrsg. ’Iggäräth Musar des Salomon Al‘ami, hebr. mit dt. Einleitung, 1854
  • Hrsg. Šäva‘ Nethivoth ha-Torah ‘al pe ha- Qabbalah von Abraham Abulafia, hebr. mit dt. Einleitung, 1854, 64 S
  • Hrsg. Ha-‘Olam ha-Qat. an von Joseph Ibn Zaddiq, aus dem Arabischen übs. von Moses Ibn Tibbon, hebr. mit dt. Einleitung, 1854, 98 S
  • Hrsg. Peruš ha-pasuq ’Na‘aœäh ’adam bes. almenu’ von Schabbetai Donnolo, hebr., 1854, 32 S
  • Hrsg. Peruš ‘al Qåhäläth weŠir ha-Širim von Samuel b. Meir, hebr. mit dt. Einleitung, 1855, 16 + 64 S
  • Hrsg. des Peruš ha-Torah von Joseph Bechor Schor (Auszug), hebr., 1855
  • Hrsg. Perušim ‘al ’Äster, Ruth we’Echah, verschiedene mittelalterliche Kommentatoren, hebr., 1855, 64 S
  • Wirke im Kleinen: Zeitpredigt, 1855
  • Das Gotteshaus, unser Richter und unser Aufseher. Rede am ersten Jahrestag der Tempelweihe, 1856
  • Zwei Reden zur Schlußsteinlegung und zur Einweihung des neuen isr. Tempels in der Leopoldstadt, 1858
  • Trauungspredigt in Korneuburg, 1858
  • Marsilius ab Inghen, 1859
  • Israel’s Sprache, Predigt, 1859
  • Kohelet, Predigt, 1859
  • Die Lehre des Judenthums über Beziehungen des Juden zum Nichtjuden, Predigt, 1859
  • Der Krieg. Ansprache und Gebet am 25. Juni 1859, während des italienischen Krieges gehalten, 1859
  • Das Friedenswerk. Ansprache und Gebet. Aus Veranlassung des Gesetzes über die Besitzfähigkeit der Juden, Predigt, 1860
  • Trauungsrede in Krems, 1860
  • Der halbe Schekel, Predigt, 1860
  • Rede am Geburtstag Sr. Majestät Franz Josef I., 1860
  • Zwei Reden zur Schlußsteinlegung und zur Einweihung des neuen isr. Tempels in Wien, 1860
  • Glaubenseinheit und Glaubensfreiheit, Predigt, 1861
  • Das Judenthum unserer Zeit, Predigt. 1861
  • „Der jüdische Stamm. Mittheilungen aus einer ethnographischen Studie“, Die Neuzeit 1861, S. 104f, 115-117, 128f, 139-141, 165f, 179-181, 191-193; 1862, S. 20f
  • Die kleine isr. Bibel unserer Zeit, Predigt, 1861
  • Schir ha-Schirim, Predigt, 1861.; hebr. Übs. von Abraham Dov Gottlober, Lemberg 1861, 14 S
  • Trauungsrede in Linz, 1861
  • „Von dem Gebrauche der Hagada in der Predigt“, BCh 1862, S. 59-61
  • Rede zur Einweihung des isr. Tempels in Iglau, 1863 [Expl. JNUL 78-B-2540]
  • Festrede am 70. Geburtstage Sr. Ehrwürden des Predigers Herrn Isak Noah Mannheimer, Wien 1863
  • Hrsg. Nofäth S. ufim. R. Jehuda Messer Leon’s Rhetorik, mit dem Anhang XVIII Kelalim leva’er ma’amre ha-’Aggadah, 1863, 208 Bl
  • Aus der Wiener isr. Cultusgemeinde 5624. Sieben Zeit-Predigten, 1864
  • „Lessing am Seder-Abend des Passahfestes“, Neuzeit 1864, S. 220
  • Rede bei der Gedächtnißfeier für den verewigten Prediger Herrn Isak Noa Mannheimer, 1865
  • Ich schlafe, mein Herz aber ist wach! Festrede zur Erinnerung an den verewigten Pred. Hrn. I. N. Mannheimer, 1865
  • Salomon Munk, Professor am Collège de France, Vortrag, 1865
  • Der Talmud. Zwei Reden, 1865
  • Einleitung in die Thora. Fünf Reden, 1866
  • Das Weib in Israel. Drei Reden, 1866
  • Gedächtnissrede auf die im letzten Kriege gefallenen Soldaten isr. Religion, am 15. November 1866 gehalten, 1866
  • Rede am Sarge der seligen Frau Therese Brandeis, 1866
  • Gedächtnißrede auf die im letzten Kriege gefallenen Soldaten isr. Religion, Wien 1867; rühmt S. 6 „das brüderliche Zusammenkämpfen verschiedener Nationen und Religionen“ in den Armeen Österreichs
  • Gedächtnissrede auf den verewigten Herrn Salomon Munk, 1867
  • Das Gesetz Gottes außer der Thora. 5 Reden nebst einer Rede über die Cholera, 1867
  • Der jüdische Stamm. Ethnographische Studie, 1869
  • Gott, Welt und Mensch nach der Lehre des Judenthums, Bd. I: Schma Jisraël! Fünf Reden über das isr. Gottesbekenntniß, 1869; Bd. II: Bezêlem Elohim. Fünf Reden über die isr. Menschenlehre und Weltanschauung, 1871; hebr. Übs. der beiden Bände von Jesaja Gelbhaus u. d. T. ’Imre Šäfär. Derašoth mäh. qariyyoth und Mat. t. eh ’Aharon, Krakau 1883 und 1891, 53 + 32 S
  • Rede zur Feier des siebenzigsten Geburtstages des Herrn Josef Ritter von Wertheimer, Wien 1870
  • Gutachten ausländischer Rabbinen, S. 47f, gegen die ungarische Trennungsorthodoxie
  • Zeitstimmen. Reden, 2 Bde. 1870-71; davon wurden separat abgedruckt die Predigten Die drei Symbole des Passah-Festes, 1870; Die Vorarbeiten zur Gründung des Gottesreiches. Rede zur Erinnerung an Alexander von Humboldt, 1870; Eine alte Schutzrede für die Proselyten, 1871; Die Segnungen der Religion besonders in kriegerischen Zeiten, 1871; Über den eingetretenen Wendepunkt im religiösen Völkerleben, 1871; ein dritter Band erschien unter dem Titel Aus der Zeit. Tagesfragen und Tagesbegebenheiten, o. J
  • Lied und Rede zur Einweihung des Betsaales im israelitischen Blinden-Institut zu Wien, 1872
  • Die Psyche des Weibes, Vortrag, 1872
  • Das Waisenkind, Predigt, 1874
  • Abraham Firkowitsch, das religiöse Oberhaupt der Karäer. Ein Gedenkblatt (hebr.), 1875
  • Jede Zeit hat ihren Mann, und jeder Mann hat seine Zeit, Predigt, Wien 1876
  • Zur Feier des 50jährigen Jubiläums des isr. Tempels in der innern Stadt Wien. Zwei Reden, 1876 [Expl. JNUL 23-V-7177]
  • Qunt. resim, Bibliographien zur hebr. Literatur, hebr., Wien 1878-84, [I.] Qunt. res ha-Mazkir. Rešimath ha-sefarim ‘al ha-šemoth ba-Git. t. in. Bibliographie über die Namen der Juden, 1877, 26 S.; 2. Aufl. 1893; [II.] Qunt. res ha-Mefareš. Šemoth sifre ha-mefarešim ha-ri’šonim ha-meva’erim ’äth ha-Talmud, 1877, 18 S.; erweiterte Neuausgabe von Aron Freimann, Berlin 1914, 24 S.; New York 1946; [III.] Qunt. res ha-Kelalim. Rešimath ha-sefarim ha-medabberim me‘inyene ha-kelalim beŠaS, hebr. 1878, 32 S.; [IV.] Qunt. res ha-Maggid. Sofer umonäh kål ha-sefarim ‘al darche ha-’Aggadah weha-midrašim uchelalehäm. Hagadische Hermeneutik mit Midrasch-Commentar, bibliographisch dargestellt (hebr.), 1878, 36 S.; [V.] Qunt. res ha-RaMBaM. Rešimath ha-sefarim ha-kolelim be’urim ‘al ha-Mišneh Torah meha-RaMBaM, 1878, 32 S.; erweiterte Neuausgabe 1893; [VI.] Qunt. res TaRYaG. Monäh ha-sefarim weha-be’urim ‘al TaRYaG mis. woth. Die jüdische Literatur über die 613 Gesetze des Pentateuchs, bibliographisch dargestellt (hebr.), 1878, 48 S.; [VII.] Qunt. res ha-Mefatteah. . Monäh sifre ha-mafteh. oth la-Talmudim, Midraš, Tosäfta’ weSefär ha-Zohar. Bibliographie der Nominal-, Verbal- und Real-Indices zum babylon. und jerusalem. Talmud, zur Midrasch- und Sohar- Literatur (hebr.), mit Ergänzungen zu den früheren Qunt. resim, 1881, 36 S.; [VIII.] Qunt. res ha- Maspid. Mazkir šemoth ha-nispadim, zeman pet. iratham ušemoth ha-maspidim ušemoth ha-sefarim ’ašär bahäm nidpesu ha-häspedim, Berlin 1884, 48 S
  • Die hebräische Sprache, Predigt, 1878
  • Rede zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten, 1879
  • Qunt. res Wermayiza’ uqehal Wina’. Hazqarath nešamoth ha-qedošim ha-nähäragim biqehilloth ’ellu, hebr., 1880, 22 S
  • Franzosen über Juden, 1880
  • Der jüdische Stamm in nichtjüdischen Sprichwörtern, Heft I: Französische, polnische und deutsche Sprichwörter, 1881, 21886; Heft II: Spanische, ungarische und kleindeutsche Sprichwörter, 1882; Heft III: Italienische, rumänische und slavische Sprichwörter, 1885
  • Qunt. res ha-Meqonen. Hazkarath šemoth ha-nähäragim bišenath 5109, weha-niœrafim biqehilloth Qolonyah weDayis. we’anše ha-h. äsäd biqehilloth ’ellu mi-šenath 5341 ‘ad 5544. Märtyrer- und Memorbuch, enthält I. Verzeichniss der Märtyrergemeinden aus den Jahren 1096 u. 1349 und II. Das alte Memorbuch der Deutzer Gemeinde (hebr.), 1881, 80 S
  • Rede auf Veranlassung der beim Theaterbrande in der Nacht des 8. Dezember 1881 Verunglückten, Wien 1881
  • Im Vaterhause Lord Beaconfield’s, 1881
  • Der Talmudjude. Reden, enthält I. Womit beginnt und womit schließt der Talmud? und II. Die Lebensfülle des Talmud, 1882
  • Rede zur Feier des sechshundertjährigen Habsburg-Jubiläums, 1883
  • Rede am Grabe des Herrn Max Ritter von Pfeiffer, 1886
  • Aus der Zeit. Tagesfragen und Tagesbegebenheiten, 2. Serie, Budapest 1886
  • Gedenkrede auf Hrn. Josef Ritter von Wertheimer, 1887
  • Das 40. Passahfest unter der Regierung Sr. Majestät Franz Josef I., 1888
  • Rede auf den durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Rudolf, Wien 1890
  • Weih- und Festrede in dem ... neuerbauten Mädchenwaisernhause, 1892. Werkausgaben. Predigten, 3 Bde. mit 68 Predigten, Wien 1862-66
  • Reden bei verschiedenen Gelegenheiten, 1874
  • Lichtstrahlen aus den Reden A. J.s, hrsg. Adolf Kurrein, Wien 1891 (mit Bildnis), hebr. Peninim mi-derašoth, übs. Abraham Dov Gottlober, Wilna 1906, 118 S.; 2. Aufl. 1930
  • Die letzten Reden des verklärten Predigers Dr. Adolf Jellinek, hrsg. von David Löwy, Wien 1894, 53 S. (mit Bildnis).

Epigraphik

  • Ehrengrab in der Zeremonienallee des Wiener Zentralfriedhofs, Tor 1, Grabstelle 5b-1-2; Steines, Hunderttausend Steine, S. 114-116.

Bildmaterialien

  • Bildnis als Beilage zu Die Neuzeit 1891 Nr. 27 vom 3. Juli 1891; reproduziert im LBIYB 6 (1961), S. 24/25; auch JNUL Jerusalem, Schwadron Collection
  • Porträtbüste von O. Cassin (April 1893).

Literatur

  • I. M. Jost, A. J. und die Kabbalah, Leipzig 1852
  • Bericht über die Leipziger Synagogeneinweihung, 1855 (Druck, Expl. in CAHJP Jerusalem, D/Le1, Nr. 18)
  • Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1382-1384
  • Allgemeine Illustrirte Judenzeitung, 1860, S. 62: Der Wiener Kultus verbinde auf beispiellose Weise „die Macht der Rede und die Macht des Gesanges; die Erstere verkörpert in dem vom Feuer eines Jesaja durchglühten Prediger Herrn Dr. Jellinek, die Letztere verkörpert in dem herrlichen, in seiner Art wohl unübertroffenen Sänger Herrn Professor Sulzer“
  • Dem Hrsg. der Neuzeit 1864, S. 78, scheint es, daß „Dr. Jellinek die Glorifizierung der Intelligenz, die Vertretung der geistigen Macht gegenüber dem leeren Geldstolze zu seiner Lebensaufgabe gemacht zu haben scheint“
  • M. Ehrentheil, Jüdische Charakterbilder, 1867, S. 107-126
  • Isaak Gastfreund, Toledoth Yä‘linä‘q, Brody 1878, 32 S
  • Bibliographie bei Lippe 1879/81, S. 202-211
  • Joel Müller, Dr. Adolf Jellinek-Gedenkblatt, Wien 1882
  • Friedländer, Rabbinische Autoritäten Prags, S. 58, über Jellineks Förderung von Rabbinatsstudenten in den 1850er Jahren
  • Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 81f
  • „Erinnerungen an Frau Rosalia Jellinek. Von einer Katholikin“, Neuzeit 1892, S. 335f
  • Stephen S. Wise, „’Allon Bachuth Dr. Adolf Jellinek, Chief Rabbi of the Vienna Congregation“, Menorah, Febr. 1894, mit Bildnis. „Jellinek’s wit [...] was one of the most pleasant and entertaining phases of his many sidedness. [...] Humour constituted one of his most powerful ressources and effective weapons“
  • N. Porges, Gedächtnissrede auf dem verewigten Dr. Adolf Jellinek, Leipzig, 1894
  • Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 765, 771, 813-820, 844, 859f, 856, 867f, 893, 897: „Die meisten seiner in Leipzig gehaltenen und im Druck erschienenen Predigten mit den zuweilen eingestreuten kleinen Versen reihen sich noch an die Salomon’sche Predigtmanier und unterscheiden sich wesentlich von den in Wien gehaltenen, welche sich durch geistvolle Behandlung der Haggada [sic] auszeichnen [...] Von vielen früheren jüdischen Predigern zeichnete er sich dadurch aus, dass er die Fragen der Gegenwart, die grossen Probleme und Erscheinungen in der geistigen Tiefe der civilisirten Welt, des Völkerlebens, der Religion und der Wissenschaft, oft mit Witz und Humor, behandelte und vom Lichte der religiösen Erkenntniss durchdringen liess“ (813f)
  • JE VI 92, mit Bildnis
  • Frankl-Grün, Ungarisch-Brod, S. 51-55
  • Tietze, Wien, S. 215, 217, 219ff, 223ff, 247f
  • JL III 173f
  • B. Kopal, Das Slawentum und der deutsche Geist, Jena 1914, S. 136, über seine tschechischen Vorfahren
  • JL III 173f, mit Bildnis
  • EJ dt. VIII 1071-1073
  • Wachstein, Hebr. Publizistik, Bd. I, S. 92-94, 161-65, 320, 473
  • Moses Rosenmann, Dr. A. J., sein Leben und Schaffen. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der israelitischen Kultusgemeinde Wien in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, Wien 1931, 232 S
  • M. G. Mehrer, „Drei Briefe Adolf Jellineks“, Zeitschrift für die Gesch. der Juden in der Čech. Rep. 3 (1932/33), S. 143-151
  • George Alexander Kohut, „Jellinek and America“, PAJHS 33 (1944), S. 237-249
  • Kisch, Alexander Kisch, S. 23
  • ’Äns. iqlopädyah ‘ivrith XIX 882-884
  • EJ eng. IX 1337f, mit Bildnis
  • 1000 Jahre österreichisches Judentum, Eisenstadt 1982, S. 119
  • “Heilige Gemeinde Wien“ - Judentum in Wien. Sammlung Max Berger, Histor. Museum Wien 1988, S. 193f
  • Meyer, Response to Modernity, S. 192f: „At heart he was above all a public speaker - indeed widely believed to be the finest exemplar of Jewish homiletics in the nineteenth century. In contrast to the early style of Reform preaching, Jellinek did not dwell on general moral truths but on the specific teachings of Judaism“
  • Battenberg, Bd. II, S. 171, 212
  • Fiedler, Jewish Sights, S. 190
  • Über seinen Bruder siehe Wolfgang Häusler, „Hermann Jellinek im Vormärz. Seine Entwicklung zum revolutionären Demokraten“, in Heinrich Fichtenau und Erich Zöllner (Hrsg.), Beiträge zur neueren Geschichte Österreichs, Wien 1974, S. 345-352
  • Über seinen Sohn siehe Martin J. Sattler, „Georg Jellinek (1851-1911). Ein Leben für das öffentliche Recht“, in Helmut Heinrichs (Hrsg.), Deutsche Juristen jüdischer Herkunft, München 1993, S. 355-368
  • Wlaschek, Bohemia, S. 93
  • Klaus Kempter, „A. J. und die jüdische Emanzipation. Der Prediger der Leipziger jüdischen Gemeinde und die Revolution 1848/49“, Aschkenas 8,1 (1998), S. 179-191
  • Klaus Kempter, Die Jellineks 1820-1955. Eine familienbiographische Studie zum deutschjüdischen Bildungsbürgertum, Düsseldorf 1998; hier die variierenden Angaben über J.s Geburtsdatum: nach der Geburtsmatrik 29. Okt. 1820 (EJ dt: 20. Okt.), nach eigener Angabe 21. Siwan 5581, d. i. 26. Juni 1821
  • DBE V 317
  • Brämer, Rabbiner und Vorstand, Reg
  • HÖAAJH, Bd. II, Nr. 4616
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 244, 422, 534f, 581, 590, 592, 598, 606f.