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Begau 11 Inschriften (1884-1936)

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TEI P5

Lage

Der 1393 m2 große jüdische Friedhof im Alsdorfer Ortsteil Begau liegt gegenüber des Kommunalfriedhofs, ist durch ein Tor zugänglich und durch eine Hecke sowie einen Zaun eingefriedet (vg. PRACHT [1997] 50). Die Nummerierung der Grabsteine erfolgt chronologisch nach Sterbedatum.

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Geschichte

Wann der Friedhof wohl vor 1800 für die in Begau, Höngen und Warden wohnhaften Juden genau angelegt wurde, lässt sich nicht mehr feststellen (vgl. PRACHT [1997] 50). Zuetzt wurde in Begau Rosalie Lucas (gest. 22.11.1940) bestattet (vg. PRACHT [1997] 50). Eric Lucas, Sohn von Isaak Lucas aus Warden, berichtet "Die Beerdigung eines Juden auf dem Friedhof an der Biau (Begau) war ein Schauspiel für die Nichtjuden." (LUCAS [1980] 7) In den Jahren 1933 bis 1945 wurde der jüdische Friedhof Begau zerstört. Heute sind noch fünf Grabsteine und drei Sockel erhalten. Der vernachlässigte Zustand, in dem sich laut PRACHT (1997 50) der Friedhof 1994 noch befand, konnte dank bürgerschaftlichem Engagement behoben werden. In diesem Zusammenhang wurden auch ein Gedenkstein (1996) gesetzt sowie eine Gedenkpatte bzw. Hinweistafel (1999) angebracht. Eigentümer des Friedhofs ist der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein K.d.ö.R.

Literatur

FASSBINDER, M. Kurt: "Der jüdische Friedhof in Bettendorf", in: Die Geschichte der Juden in Alsdorf und Quellen zur Familiengeschichte (Jahresblätter des Alsdorfer Geschichtsvereins Bd. 1998), Alsdorf 1998, 46-56, hier: 56.

LUCAS, Eric: "Die Herrschaft", Geschichte einer jüdischen Großfamilie im Kreis Aachen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg. Aus dem Englischen Übersetzt von Ernst und Hilde CASSEL (Heimatblätter des Kreises Aachen 36. Jahrgang 1-4), 1980.

PETERS, Dieter: Der jüdische Friedhof in Alsdorf-Begau, Aachen Typoskript 1999.

PRACHT, Elfi: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland Bd. 34.1), Köln J.P. Bachem Verlag 1997, hier: 50f.

REUTER, Ursula: Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande Bd. VIII.8), Bonn Habelt-Verlag 2007, 51.

XHONNEUX, Renate (Hrsg.): ... ‎‏כּי רק הנשלּחים מתּים‏‎ ... '...denn tot sind nur die Vergessenen'. Materialien zur Geschichte jüdischen Lebens in der Gemeinde Inden ab dem 18. Jahrhundert (Jahrbuch des Geschichtsvereins der Gemeinde Inden e.V. 1989/90), Inden: Verlag des Geschichtsvereins der Gemeinde Inden 1989.

Archivalische Quellen

MÜLLER, Verena "Die wenigen Spuren der jüdischen Kultur sind fast unsichtbar", in Aachener Zeitung vom 03.09.2015, online abrufbar unter https//www.aachenerzeitung.de/lokales/nordkreis/die-wenigen-spuren-der-juedischen-kultur-sind-fast-unsichtbar_aid-25642659

Edition

Johannes Maximilian Nießen, für epidat bearbeitet von Anna Martin

Fotografie

Johannes Maximilian Nießen

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Begau (1884-1936 / 11 Einträge)
URL: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=beg

 

Steinheim-Institut
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