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Frille 44 Inschriften (1856-1939)

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TEI P5

Projekt

Gefördert von der AG Alte Synagoge Petershagen konnten 2019 die Friedhöfe in Petershagen, Schlüsselburg und Frille dokumentiert und in epidat aufgenommen werden.

Schlüsselburg

Petershagen

Lage

Der jüdische Friedhof von Frille liegt weit außerhalb des Ortes an der Straße Am Brink.

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Geschichte

Frille war bis 1971 ein Mengedorf mit gemischter Staats- und Landeszugehörigkeit. 1684 siedelte sich als erster der aus Paderborn stammende Jost (Joseph) Nathan auf der mindischen Seite von Frille an. Durch die restriktiven Niederlassungspolitik Preußens, verlief der Zuzug jüdischer Familien jedoch sehr langsam. 1708 siedelte sich Hertz Meyer mit seiner Familie als erster Jude im bückeburgischen Teil von Frille an und um 1750 folgte Salomon Heine und 1757 Marcus Samuel. In der nahegelegenen Ortschaft Cammer siedelten sich 1790 die ersten Juden an und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in Quetzen und Bierde.

In Frille soll laut einer Protokollnotiz von 1862 schon vor 1812 eine Synagoge errichtet worden sein. Seit den früher 1850ern wurde ein Neubau angestrebt, der schließlich 1861 vollendet wurde. 1938 wurde das Gebäude verwüstet und später abgerissen. Seit 1998 erinnert ein Gedenkstein an die ehemalige Synagoge von Frille.

Nachdem die Juden von Frille, Cammer und Quetzen ihre Verstorbenen zunächst auf dem zwölf Kilometer entfernten jüdischen Friedhof am Harrl bei Bückeburg bestattet hatten, wurde 1856 der jüdische Friedhof Am Brink angelegt. Die erste Beisetzung fand noch im Jahr der Eröffnung statt, die letzte im April 1939. Der Friedhof wurde während der NS-Zeit vollständig verwüstet. Heute stehen noch 44 Grabstein auf dem Gelände, wobei unklar ist, ob sie an den richtigen Stellen wieder aufgestellt wurden. Viele Grabmale stehen heute verkehrt herum.

Literatur

Alte Synagoge Petershagen: Menschen - Spuren - Wege. Historisches Handbuch Petershagen, Band 2, 2003-2004

Hengst, Karl in Zusammenarbeit mit Ursula Olschewski (Veröffentlicht durch die Historische Kommission für Westfalen): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe: Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, Münster 2013, S. 590 - 624.

Herzig, Arno: Jüdisches Leben in Minden und Petershagen. Mindener Beiträge 31, Minden, 2012.

Orte erinnern: Spuren der NS-Zeit in Minden-Lübbecke, Minden, 2018.

Pracht-Jörns, Elfi: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil III. Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998, S. 403-412.

Archivalische Quellen

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 231, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Petershagen, Kreis Minden mit den Orten Ovenstädt, Petershagen, Schlüsselburg (H 1848-1873)

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 232, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Petershagen, Kreis Minden mit den Orten Ovenstädt, Petershagen, Schlüsselburg (T 1851-1874)

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 230, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Petershagen, Kreis Minden mit den Orten Ovenstädt, Petershagen, Schlüsselburg (G 1851-1874)

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 211, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Minden mit den Orten Bergkirchen, Dützen, Frille, Hausberge, Hummelbeck, Kleinenbremen, Minden, Oeynhausen, Rothenuffeln (G 1847-1874)

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 212, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Minden mit den Orten Bergkirchen, Dützen, Frille, Hausberge, Hummelbeck, Kleinenbremen, Minden, Oeynhausen, Rothenuffeln (H 1848-1873)

Landesarchiv NRW, Abt. Ostwestfalen-Lippe, P 2 Zivilstandsregister der Juden und Dissidenten im Regierungsbezirk Detmold, Nr. 213, Zivilstandsregister der Juden der Gemeinde Minden mit den Orten Bergkirchen, Dützen, Frille, Hausberge, Hummelbeck, Kleinenbremen, Minden, Oeynhausen, Rothenuffeln (T 1847-1874)

Edition

Anna Martin

Fotografie

Anna Martin (2019)

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Frille (1856-1939 / 44 Einträge)
URL: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=fri

 

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