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Thalmässing 130 Inschriften (1832-1935)

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TEI P5

Projekt

Im Rahmen des Projektes TACHLES - Spuren jüdischen Lebens im südlichen Mittelfranken (einem LEADER-Kooperationsprojekt der LAG Erlebenswelt Roth mit den Projektpartnern Markt Thalmässing und der Gemeinde Georgensgmünd sowie der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura mit dem Projektpartner Stadt Pappenheim) wurde das Steinheim-Institut 2020 von der Marktgemeinde Thalmässing mit der Dokumentation des jüdischen Friedhofs beauftragt.

Lage

Der Friedhof liegt oberhalb des Ortes am Rande eines Neubaugebietes und ist über die Merleinsgasse bzw. die Badstraße zu erreichen.

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Geschichte

Vor der Anlage eines eigenen Friedhofs wurden die Juden aus Thalmässing auf dem Verbandsfriedhof in Georgensgmünd beigesetzt. Der jüdische Friedhof in Thalmässing wurde am 16. Juli 1832 angelegt, ermöglicht durch großzügige Spenden der Familien Heidecker und Niedermeyer, für die neben dem Friedhofseingang zwei Stiftungstafeln in die Friedhofsmauer gesetzt wurden (siehe z.B. 0001). Zwei kleine Kinder wurden im Juli 1832 und Januar 1833 hier ohne Kennzeichnung der Gräber beigesetzt. Am 10. Februar 1833 erfolgte die Beisetzung von Abraham Wallerstein(er), für den der erste Grabstein gesetzt wurde.

Während der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet, viele Grabsteine wurden entwendet und zerstört. Mit den amerikanischen Truppen kam 1945 auch der Sohn eines ehemaligen jüdischen Thalmässingers in den Ort. Auf sein Geheiß mussten NS-Parteingenossen den Friedhof herrichten, verschleppte Grabsteine einsammeln und wieder aufstellen. Heute stehen die Grabsteine in zehn gleichmässig verteilten Reihen, ohne Rücksicht auf ihren ursprünglichen Standort. Ein Taharahaus wurde 1968 wegen Baufälligkeit abgerissen.

Literatur

Nathanja Hüttenmeister: Traditionsbewusst und modern aufgeschlossen. Inschriftenstilistik auf dem jüdischen Friedhof Thalmässing, in: Kalonymos. Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte aus dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut an der Universität Duisburg-Essen, 23. Jahrgang 2020, Heft 3-4, S. 1-3.

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation, München 1988, S. 183f.

Michael Trüger: "Der jüdische Friedhof in Thalmässing", in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, 11. Jahrgang, Nr. 73 vom Juni 1997, S. 16f.

Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Mittel- und Oberfranken, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012, S. 182-185.

Archivalische Quellen

Alle Quellen wurden, wenn nicht anders vermerkt bzw. verlinkt, nach Irmgard Prommersberger: "Liste der Israeliten Thalmässings vom 15. Jahrhundert bis zum Holocaust" (unveröffentlicht) angegeben.

Online-Ressourcen

Der jüdische Friedhof Thalmässing auf der Webseite der Alemannia Judaica.

Der Jüdische Friedhof Thalmässing in der Wikipedia.

Der Jüdische Friedhof Thalmässing beim Haus der Bayerischen Geschichte.

Edition

Nathanja Hüttenmeister

Fotografie

Tobias Tschapka (Tschapka Fotografie)

Nathanja Hüttenmeister

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Thalmässing (1832-1935 / 130 Einträge)
URL: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=thm

 

Steinheim-Institut
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